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Im Herbst und Winter am Steuer - Müdigkeit und Nachtblindheit
Schlechtes Wetter und kühlere Temperaturen, aber vor allem die kürzeren Tage und weniger Licht: Herbst und Winter krempeln den Körper um und lassen ihn auf Sparflamme laufen. Doch was im Alltag nur lästig ist, kann im Straßenverkehr zur Gefahr werden.
Der Wecker klingelt wie gewohnt. Draußen ist es noch dunkel. Duschen, Frühstück, ab ins Auto und
los. Sie ist entweder noch da oder sie kommt unversehens schnell zurück. Und will sich einfach
nicht vertreiben lassen. Diese elende Müdigkeit. Der Kaffee bringt nichts, und auch nicht die
hellsten LED-Scheinwerfer und das adaptive Kurvenlicht: Man ist einfach nur müde.
Biorhytmus
In den kürzer werdenden Tagen beginnt der Biorhythmus sich umzustellen. Dann könnte mancher den ganzen Tag im Bett verbringen. Es ist vor allem der Mangel an Licht, der diese Mattigkeit verursacht. In Finnland, wo sich die Tage Richtung Winter extrem verkürzen, werden extrahelle UV-Lampen in Cafés, Kneipen und Restaurants aufgestellt, um ein Sommer-Gefühl vorzutäuschen. Es funktioniert.
Das ist jedoch ein Effekt, der sich im herbstlichen Straßenverkehr nicht nutzen lässt. Müdigkeit oder Schläfrigkeit am Steuer zählen zu den häufigsten Unfallursachen. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa ein Drittel der Unfälle auf deutschen Autobahnen auf Müdigkeit zurückzuführen ist. Monotones, wenig abwechslungsreiches Fahren – und dann plötzlich die Baustelle, die wie aus dem Nichts aufzutauchen scheint.
Von leichter Unaufmerksamkeit bis zum Sekundenschlaf reicht die Bandbreite – die übrigens auch bei hellem Sonnenschein auftreten kann. Nur wenn die Verhältnisse entsprechende gefährlich sind, potenziert sich das Unfallrisiko. Dämmerlicht, Nebel, Regen und Schnee sind Zutaten, die Herbst und Winter für den Autofahrer bereithalten.
Körpersignale beachten
Doch die Müdigkeit kommt nie unangekündigt. Wenn der Körper die ersten Signale aussendet, Gähnen, Blinzeln, Frösteln, juckende Augen, sollte man sofort anhalten. Kurze Pausen an der frischen Luft, bei denen der Kreislauf wieder auf Touren gebracht wird sind das beste Medikament. Ausreichend Flüssigkeit – am besten sogar Stilles Wasser.
Sämtliche Mittelchen des Hausgebrauchs – von Kaffee über Tee bis hin zu diversen Energydrinks – helfen höchstens kurzfristig. Neueste Forschungen haben ergeben, dass eine kleine Dosis Koffein durchaus positive Effekte hat – doch bei der Mischung aus Koffein und Dextrose, wie sie bei Energydrinks üblich ist, fallen diese Effekte wieder unter den Tisch und verkehren sich ins Gegenteil.
Nachtblindheit
Wer jedes Jahr erneut nicht mit der Müdigkeit, sondern mit den Lichtverhältnissen der Winterzeit zu kämpfen hat, sollte deswegen einen Augenarzt aufsuchen. Der kann über einen speziellen Sehtest feststellen, ob der Betroffene möglicherweise nachtblind ist. Nachtblindheit beschreibt die mangelnde Fähigkeit der Augen, sich auf wechselnde Lichtverhältnisse einzustellen. In diesem Fall wird das Fahren bei Dunkelheit zum echten Handikap.
Unser Rat: Passen Sie sich im Herbst und Winter Ihrem Biorhythmus an und bringen Sie Ihren Kreislauf - nicht nur beim Autofahren - mit regelmäßigen Pausen und frischer Luft wieder in Schwung.
Und vergessen Sie bei allen trüben Herbst- und Winteraussichten den nächsten Sommer nicht: Er kommt bestimmt!
Über AdmiralDirekt.de
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