AdmiralDirekt.de auf facebook AdmiralDirekt.de auf Google+ AdmiralDirekt.de auf YouTube AdmiralDirekt.de auf Twitter 02203 5000
Kontakt

Die neuen Pkw-Assistenzsysteme

Ein kurzer Augenblick unachtsam und schon hat es geknallt! Immer wieder kommt es zu Verkehrsunfällen, die sich heutzutage vermeiden lassen. Zumindest mit ein wenig Hilfe. Die Rede ist von modernen Assistenzsystemen.

Anti-Blockier-Systeme und Elektronische Stabilitätsprogramme sind mittlerweile nicht nur Standard, sondern in Neuwagen auch Pflicht - und das aus gutem Grund: die anfängliche Skepsis gegenüber ABS und ESP ist lange vorbei, denn die letzten Jahre haben gezeigt: Assistenzsysteme sind Lebensretter.

Jahr für Jahr kommen neue Systeme auf den Markt, um Autofahrern wichtige Entscheidungen abzunehmen und da zu unterstützen, wo der Mensch versagt.

Update vom 21.12.2017

Weniger Stau: wie ist das möglich?

US-Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge haben eine neue Idee zur Stauvermeidung entwickelt. Ihre Studie erschien im Fachmagazin «IEEE Transactions on Intelligent Transportation Systems». Die Forscher orientierten sich an Vogelschwärmen, die dicht hintereinander fliegen, ohne sich dabei zu behindern.

Die Theorie für den Straßenverkehr: Im Stop-and-go-Verkehr muss nicht nur auf den Vordermann geachtet, sondern auch der Abstand nach hinten berücksichtigt werden. Dies soll über die zweiseitige Kontrolle in einem neuen technischen Kontrollsystem (bilateral control) gelingen, das auf moderne Sensorentechnik setzt.

Wie funktioniert Bilateral Control?

Durch die beidseitige Kontrolle versucht das System, das Fahrzeug immer auf dem halben Weg zu Vorder- und Hintermann zu halten. Das ist dann möglich, wenn die Autos einen ähnliche Geschwindigkeit haben und keines zu weit entfernt ist.

Was ist anders als bei der Abstandskontrolle?

Im Gegensatz zu der in modernen Kraftfahrzeugen bereits eingesetzten Abstandskontrolle (Kontrolle zum vorausfahrenden Fahrzeug), kann durch die beidseitige Kontrolle ein plötzliches Abbremsen verhindert werden. Durch die Kontrolle in beide Richtungen, ist also ein neuer Ansatz gegeben. Wären zusätzlich auch noch alle Fahrzeuge untereinander vernetzt, würden außerdem vollkommen neue Möglichkeiten entstehen, den Verkehr in Zukunft zu steuern.

Letzter Stand vom 12.12.2017

Wie funktionieren Fahrassistenzsysteme?

Begleiter in der dunklen Jahreszeit: Der Lichtassistent

Lichtassistenten nehmen Ihnen die Entscheidung ab, wann welches Licht einzuschalten ist. Durch die permanente Anpassung an die jeweiligen Straßenverhältnisse wird verhindert, dass Sie den Gegenverkehr mit Fernlicht blenden können. Das System erfasst entgegenkommende Pkw und blendet sofort ab. Die meisten Assistenten bieten auch ein Kurven- und Abbiegelicht, das dem Kurvenradius entsprechend die gesamte Abbiegestrecke beleuchtet. Die meisten Neuwagen sind zusätzlich mit Tagfahrlicht ausgestattet. Dieses Licht ist schwacher als das normale Abblendlicht und dient der besseren Erkennbarkeit des Autos. In einigen Nachbarländern bei Tag immer eingeschaltet sein.

Tempomat 2.0 – adaptive cruise control

Langstreckenfahrer schätzen den Tempomaten schon lange, denn mit der komfortablen Möglichkeit, eine vorgegebene Geschwindigkeit einzustellen, kommt man deutlich entspannter ans Ziel.

Seit einiger Zeit bieten Automobilhersteller eine Kombination aus dem bewährten Tempomaten und Radarsensorik an. Die Sensoren erkennen den genauen Abstand zum Vordermann und halten automatisch den vorgegebenen Sicherheitsabstand ein. Jedem, der häufiger im Stopp-and-go-Verkehr steckenbleibt, ist mit diesem Abstandsregeltempomat geholfen.

Gefährlicher toter Winkel: Spurwechselassistenten helfen

Spurwechselassistenten sind nicht nur beim Wechsel auf eine andere Fahrbahn eine lebensrettende Unterstützung. Sie warnen den Fahrer auch vor nicht sichtbaren Verkehrsteilnehmern -der tote Winkel wird quasi sichtbar gemacht. Viele Systeme funktionieren so, dass die Warnung über die Anzeige im Seitenspiegel erscheint.

Vibration im Lenkrad: Spurhalteassistenten rütteln wach

Ablenkungen oder gar Müdigkeit sind allzu häufig schuld daran, dass wir über die Fahrbahnmarkierungen fahren. Spurhalteassistenten haben die Aufgabe, in solch gefährlichen Situationen den Fahrer zu unterstützen. Etwa durch Vibration im Lenkrad sorgen Sie für Aufmerksamkeit und rütteln sprichwörtlich wach. Es gibt Systeme, die sogar gegenlenken.

Mit Hightech sicher durch die Nacht: Nachtsichtassistenten

Es gibt zwei Typen von Nachtsichtassistenten: Passive Nachtsichtassistenten nehmen die von Menschen, Tieren und anderen Objekten abgestrahlte Infrarotstrahlung auf - etwa so wie bei einer Wärmebildkamera heben sich die Objekte auf dem Bildschirm von der umgebenden Bewegung ab. Aktive Nachtsichtassistenten hingegen nutzen Infrarotlichtscheinwerfer. Vorteil: Mit Hilfe einer aktiven Infrarot-Lichtquelle können auch Objekte erkannt werden, die keine Wärme ausstrahlen.

Parkassistent

„Pass ich da rein?“ Das hat sich wohl jeder schon einmal gefragt, der in der Stadt einen Parkplatz gesucht hat. Damit sie diese Frage nicht im Nachgang verneinen müssen und Bekanntschaft mit der Stoßstange Ihres Vordermannes machen mussten, helfen clevere Parkassistenten dabei, eine passende Lücke zu finden. Wenn das System eine Lücke gefunden hat, berechnet es mit Hilfe von Ultraschallsensoren automatisch den Weg. Wie viele Funktionen lässt sich der Parkassistent auch deaktivieren.

Verkehrszeichenassistent

Mit Hilfe einer kleinen Kamera erfasst dieser Assistent alle Verkehrszeichen am Straßenrand und zeigt dem Pkw-Fahrer zum Beispiel die Höchstgeschwindigkeit oder ein Überholverbot an.

Tipp: Auch, wenn die modernen Assistenzsysteme eine große Unterstützung sind, verlassen Sie sich nie ganz darauf und bleiben Sie aufmerksam. Gehen Sie auch davon aus, dass eine Funktion einmal ausfallen kann. Kameralinsen können verschmutzen und ihre Funktion dadurch stark beeinträchtigt sein. Es gilt also: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Lichtassistent, Nachtsichtassistent und Co. gibt es in vielen Neuwagen
AdmiralDirekt.de