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Bußgelder im Ausland – eine teure Angelegenheit

Während die Strafen in Deutschland noch relativ mild sind, bitten die Nachbarstaaten teils kräftig zur Kasse. Welche Strafen Ihnen drohen und was Sie wissen müssen, wenn Sie einen Strafzettel im Ausland bekommen - AdmiralDirekt.de klärt auf.

Auszug aus dem europäischen Bußgeldkatalog

Nur ein bisschen zu schnell: Das kann teuer werden, denn wer in Belgien das Tempolimit um 20 km/h überschreitet, kann sich auf einen Strafzettel ab 100 Euro einstellen. In den Niederlanden geht es bei 165 Euro los, in Norwegen zahlen Sie satte 395 Euro und mehr.

Alkohol am Steuer: Mehrere Tausend Euro Bußgeld und Gefängnis - Diese Strafen drohen Ihnen im Nachbarland Frankreich, wenn Sie mit mehr als 0,8 Promille erwischt werden. Ähnliche Strafen drohen in Großbritannien. In Italien wird im schlechtesten Fall ihr Auto sogar zwangsversteigert!

Parkverbot missachtet: In Finnland kommt ein Bußgeld in Höhe von 20-80 Euro auf Sie zu, Dänemark verlangt mindestens 70 Euro und in Spanien können Sie mit mehr als 200 Euro Strafe rechnen.

Muss ich Strafzettel aus dem Ausland überhaupt zahlen?

Im Falle eines Verkehrsdelikts, können EU-Behörden Bußgeldbescheide bis 70 Euro direkt an die Verkehrssünder im benachbarten Ausland senden. Zahlen Verkehrssünder aus dem Ausland ihre Strafzettel nicht, erhalten Sie häufig Post von Inkassobüros. Länder wie Italien setzen darauf, mithilfe der Unternehmen eine Zahlung zu erwirken aber: rechtlich gesehen haben Inkassofirmen keine Vollstreckungsmöglichkeit!

AdmiralDirekt.de empfiehlt: Bußgelder und Strafzettel aus dem Ausland sollten am besten sofort und fristgerecht gezahlt werden. Dadurch können Geldstrafen um bis zu 50 Prozent verringert werden (zum Beispiel in Spanien).

Im Zweifelsfall zum Anwalt

Sie haben einen Bußgeldbescheid aus dem Ausland erhalten und wissen nicht, was zu tun ist? Vielleicht haben Sie gar keinen Verkehrsdelikt begangen?

In diesen Fällen kann ein Anwalt für Verkehrsrecht helfen und den Bescheid auf Fehler überprüfen oder informieren, wie Sie Einspruch einlegen können.

Bagatellgrenze 70 Euro

Es besteht ein Vollstreckungsabkommen zwischen den EU-Ländern.

Ab einem Bußgeld von 70 Euro, vollstrecken die deutschen Behörden, bzw. das jeweilige Land, in dem der Fahrzeughalter gemeldet ist. Das Abkommen bezieht sich lediglich auf Geldstrafen. Punkte im Verkehrsregister oder Führerscheinentzug sind nicht möglich.

Wiedereinreise

Reisen Verkehrssünder wieder in das entsprechende Land ein, kann es passieren, dass sie bei einer Kontrolle direkt zur Kasse gebeten werden, sofern sie ihr Bußgeld noch nicht gezahlt haben. Dies kann übrigens auch am Flughafen passieren! In manchen Ländern werden auch jahrelang zurückliegende Delikte noch vollstreckt.

Polizist schreibt Strafzettel vor Auto im Ausland
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