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Grüne Welle auf Deutschlands Straßen?

Ein Zustand, den sich jeder Autofahrer wünscht: Zügiges Fahren ohne Stop and Go, Staus und lange Wartezeiten vor roten Ampeln.

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum Sie an manchen Tagen grüne Welle haben, an anderen Tagen wiederum stehen Sie an jeder Ampel und warten eine gefühlte Ewigkeit. Das ist kein Zufall - dahinter stecken intelligente Verkehrsleitsysteme.

Schon lange suchen Politiker EU-weit nach Lösungen, um Abgaswerte gering zu halten beziehungsweise zu reduzieren. Bereits 1970 gab es erste Vorschriften, die sich zunächst auf die Eingrenzung von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe bezogen. Mittlerweile steht vor allem das giftige Gas NO2, aus der Gruppe der Stickoxide, in der Kritik. Dennoch werden die vorgeschriebenen Werte in vielen Städten überschritten.

Das erneute Aufflammen des Diesel-Abgasskandals bei VW, Audi und nun auch bei Daimler zeigt noch einmal zusätzlich die Brisanz des Themas.

Neue Idee zur Abgasreduzierung

Das Ergebnis einer Studie des ADAC und der TU München aus dem Jahr 2013 hat gezeigt, dass sich mittels sogenannter Verkehrsverflüssigungen Stickoxid-Emissionen um mehr als 30 Prozent verringern lassen. Auch der Partikelausstoß und der CO2-Ausstoß können um 27 bzw. 15 Prozent gesenkt werden.

Was erreicht die grüne Welle?

„Bei möglichst gleichmäßiger Fahrweise mit niedrigen Drehzahlen wird der optimale Betrieb eines Fahrzeugs erreicht. Jedes Anfahren, jede Beschleunigung gehen einher mit hohen Drehzahlen und führen zu mehr Lärm, höherem Verbrauch und starkem Schadstoffausstoß. Wenn möglichst viele Fahrzeuge im Straßennetz möglichst selten an einer Ampel halten müssen, können Luftschadstoffe spürbar reduziert werden.“ ( ADAC)

Umsetzung ist nicht einfach

Einen Haken hat die Sache allerdings, denn Kfz-Fahrer stellen nur eine Verkehrsteilnehmergruppe dar. Anderen Gruppen, wie Fahrradfahrern, Fußgängern und Nutzern der öffentlichen Verkehrsmittel, ist mit der grünen Welle nicht geholfen. Während Autos minutenlang fahren können, müssen die Anderen warten.

Ein wesentlicher Punkt ist, dass Kfz-Fahrer nur eine Verkehrsteilnehmergruppe darstellen. Anderen, wie Fahrradfahrern, Fußgängern und Nutzern der öffentlichen Verkehrsmittel, ist mit der grünen Welle nicht geholfen.

Die grüne Welle ist auch nur dann realistisch, wenn es keinerlei „Hindernisse“ gibt. Wie etwa, ein Bus, der gerade die Haltestelle anfährt, Fahrradfahrer oder langsam fahrende Roller, die vorsichtig überholt werden müssen.

Zudem funktionieren Grüne Wellen aufgrund unterschiedlicher Kreuzungsabstände jedoch häufig nur in eine Richtung.

Grüne Welle: Ampel steht auf grün
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