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Kaufprämie für E-Autos kommt

Eine Million Elektroautos sollen nach dem Willen der schwarz-roten Koalition bis zum Jahr 2020 auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Aber die Nachfrage ist schleppend. Am 01. Januar 2016 waren laut Kraftfahrt-Bundesamt lediglich knapp 25.000 E-Autos zugelassen. Eine Kaufprämie von 4.000 Euro soll nun den Verkauf ankurbeln. Anträge sind schon im Mai möglich.

Elektro-Autos für Verbraucher ein Randthema

Die offiziellen Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) sprechen eine deutliche Sprache. Am 01.01.2016 waren in Deutschland gerade einmal 25.502 reine Elektro-Autos zugelassen. Hybrid-Fahrzeuge brachten es immerhin auf 130.365 Einheiten. Zum Vergleich: insgesamt waren Anfang Januar knapp 45 Millionen Pkw zugelassen.

Die Gründe für die Skepsis der Deutschen gegenüber der Elektro-Mobilität sind vielfältig. Das Meinungsforschungs-Unternehmen GfK hat Anfang April eine repräsentative Umfrage zu Elektro-Autos durchgeführt. Demnach denkt lediglich jeder siebte Verbraucher in Deutschland beim nächsten Autokauf über die Anschaffung eines Elektroautos nach. Laut der Umfrage überwiegen für die potentiellen Käufer momentan noch die Nachteile beim Erwerb eines E-Autos. Die Befragten nannten unter anderem den hohen Preis und das schlechte Versorgungsnetz als wichtigste Argumente, die gegen ein E-Auto sprechen.

Autoindustrie und Bund teilen sich die Kaufprämie

Um in der Verbrauchermeinung einen Umschwung zu bewirken, hat der Bund jetzt eine Kaufprämie für Elektrofahrzeuge aufgelegt. Ab Mai 2016 werden reine E-PKWs mit 4.000 Euro gefördert, sogenannte Plug-In-Hybride (Pkw, deren Akku sowohl über den Verbrennungsmotor, als auch am Stromnetz geladen werden können) mit 3.000 Euro. Autoindustrie und Bund teilen sich die Kosten für die Prämie. Die Gesamtfördersumme ist auf 1,2 Milliarden Euro begrenzt (600 Millionen kommen vom Bund, 600 Millionen steuern die Autobauer bei). Verkehrsminister Dobrindt rechnet damit, dass so ca. 400.000 Fahrzeuge gefördert werden können. Förderfähig sind dabei Fahrzeuge mit einem Listenpreis von bis zu 60.000 Euro (netto).

Bund investiert in Infrastruktur

Auch die Ladeinfrastruktur soll verbessert werden. Im Zeitraum von 2017 bis 2020 sollen rund 300 Millionen Euro investiert werden. Zwei Drittel der Summe sollen für Schnellladesäulen aufgewandt werden, die das Aufladen der Batterien auf rund 80 Prozent der Gesamtkapazität in weniger als einer halben Stunde ermöglichen.

Ladung von E-Autos beim Arbeitgeber kein geldwerter Vorteil

Darüber hinaus wurde beschlossen, dass der vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Strom zum Beladen von E-Fahrzeugen der Mitarbeiter künftig keinen geldwerten Vorteil mehr darstellt.

Große Skepsis gegenüber der Wirksamkeit des Programms

Medien und Verbände reagierten mit Skepsis auf das Programm. Vielfach wurde kritisiert, dass neben den reinen E-Autos beispielsweise auch Hybrid Modelle gefördert werden. Häufig wurde auch bezweifelt, dass das Modell einer Prämie an sich eine Trendwende bei der Elektromobilität bewirken könne. Das legt auch die GfK-Befragung nahe. Nur 54 Prozent der an E-Autos Interessierten gaben an, dass Kaufprämien und steuerliche Vergünstigungen der Grund für die Wahl eines Elektroautos seien. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Verkaufszahlen in den nächsten Monaten entwickeln.

Elektro-Auto an der Aufladestation: Bundesregierung beschließt eine Kaufprämie von 4.000 Euro für E-Autos
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