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Neue US-Studie: Drastisch erhöhtes Unfallrisiko bei Handy-Nutzung. Emotionale Erregung verzehnfacht die Wahrscheinlichkeit eines Crashs.

Das Testlabor an Bord: Autofahren für die Wissenschaft

Das Virginia Tech Transportation Institute hat in einer groß angelegten Studie knapp 3.500 Fahrer mit einem ausgefeilten Test-Equipment ausgerüstet und bei ihren alltäglichen Fahrten begleitet. Die Forscher installierten in den Autos der Teilnehmer eine Kombination aus Kameras, Sensoren und Radargeräten, die permanent Daten sammelten. Dabei wurden die Daten des Fahrzeugs ebenso aufgezeichnet wie das Verhalten der Fahrer. Die Tester haben in sechs Staaten über 60 Millionen Testkilometer erfahren.

Handy am Steuer: Gefahr eines Unfalls wird verfünffacht

Die Hälfte der Zeit sind Autofahrer abgelenkt

Die Forscher konnten so die Daten von knapp 1600 Unfällen auswerten, die sich unter Alltagsbedingungen ereignet hatten. In knapp 70 Prozent der Unfälle spielte die Unaufmerksamkeit des Fahrers eine Rolle bei der Entstehung des Unfalls. Das ist besonders bedeutsam, weil die Testfahrer insgesamt über die Hälfte der Zeit abgelenkt waren – beispielsweise durch den Mitfahrer oder elektronische Geräte wie Mobiltelefone oder Navigationsgeräte.

Die Erkenntnisse bestätigen zum Teil vorherige Vermutungen für typische Unfallursachen durch Ablenkungen- beispielsweise bei der Handy-Nutzung. Andere Ablenkungen wirkten sich wesentlich weniger drastisch aus als allgemein angenommen. Hier einige der Erkenntnisse der "Naturalistic Driving Study":

Wer Wut im Bauch hat sollte das Auto stehen lassen

Die Studie zeigt unter anderem, dass ein völlig neuer Faktor in den Fokus der Unfallforschung gerückt werden muss: der emotionale Zustand des Fahrers. Wer sich beispielsweise nach einem Streit mit ordentlich Wut im Bauch hinter das Steuer setzt, hat ein zehnfach erhöhtes Unfallrisiko.

Doppeltes Risiko wenn der Blick nicht auf die Straße gerichtet ist

Wie erwartet erhöhte sich die Unfallwahrscheinlichkeit, wenn der Fahrer den Blick vom Straßengeschehen abwendet – beispielsweise bei der Nutzung von elektronischen Geräten. Das betraf neben Mobiltelefonen auch Onboard-Geräte, die über einen Touchscreen bedient werden wie beispielsweise Navigationsgeräte oder Entertainment-Systeme.

Handynutzung erhöht Wahrscheinlichkeit eines Unfalls drastisch

Besonders drastisch sind die Auswirkungen bei der Handy-Nutzung. Der Griff zum Handy verfünffacht die Gefahr eines Unfalls. Das Lesen und Schreiben von Nachrichten steigerte das Risiko eines Crashs sogar um das Zehnfache.

Kinder im Auto sorgen verringern das Unfallrisiko um fast die Häfte

Kinder im Auto verringern das Risiko

Allerdings steigerte in der Studie nicht jede Ablenkung das Unfallrisiko. Wenn fahrende Eltern Kinder auf der Rückbank hatten, sank die Gefahr etwa um die Hälfte. Die Forscher attestierten den kleinen Beifahrer entsprechend sogar einen gewissen Schutzfaktor.

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