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Die Maut kommt: Wie viel Pkw-Halter künftig zahlen müssen

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Mautverfahren endlich eingestellt - Klage droht weiterhin

Der seit Jahren andauernde Streit um die deutsche Pkw-Maut ging am 17.05. endlich zu Ende. Nachdem die Bundesregierung im März das Gesetz angepasst hatte, lenkte die EU-Kommission ein und das Verfahren wurde eingestellt.

Daraufhin drohte Österreich mit einer Klage beim Europäischen Gerichtshof.

Der Grund: Anders als Ausländer, werden deutsche Autofahrer über die Kfz-Steuer entsprechend von den anfallenden Mautgebühren entlastet.

Ausschreibungsphase hat begonnen

Nach Zustimmung durch die EU-Kommission, gab Verkehrsminister Dobrindt am 13.06. die Ausschreibungsphase für den Betrieb der Kontrollsysteme bekannt.

Interessierte Unternehmen können sich nun noch bis zum 01. August bewerben.

Wann kommt die Maut denn nun?

Der Einführungszeitraum für die Maut wurde lediglich etwas präziser: 2019 soll es losgehen.

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Wie viel PkW-halter künftig zahlen

Pkw-Halter zahlen künftig Maut in Deutschland - egal, ob In- oder Ausländer. Wieviel Sie zahlen müssen und für wen sich die Mauteinführung sogar lohnt, lesen Sie in unserem Ratgeber.

„Die Maut ist fair, sinnvoll und gerecht. Sie sorgt dafür, dass alle Autofahrer an der Finanzierung unserer Autobahnen angemessen beteiligt werden.“ (Verkehrsminister Dobrindt)

Am 31. März 2017 hat der Bundesrat das Gesetz zur Einführung der Pkw-Maut bewilligt. Ein konkreter Einführungstermin steht jedoch noch nicht fest.

500 Millionen Euro sollen durch die Mautgebühren jährlich eingenommen und in den Auf- und Neubau der Straßen reinvestiert werden

Wer muss zahlen, wer nicht?

  • Alle Halter eines Pkw oder Wohnmobils:
    • Deutsche zahlen für alle Straßen und Autobahnen.
    • Ausländische Halter zahlen für die Nutzung der Autobahnen.
  • Ausnahmen: Menschen mit Behinderung, sowie Halter von Motorrädern, Elektroautos und Krankenwagen.

Kosten für in Deutschland zugelassene Kfz

Maut-VignetteKosten
mit Benzinmotor:
Euro 0, 1, 2, 36,50 € je angefangene 100ccm Hubraum
Euro 4 & 52 € je angefangene 100 ccm Hubraum
Euro 61,80 Euro je angefangene 100 ccm Hubraum
mit Dieselmotor:
Euro 0, 1, 2, 39,50 € je angefangene 100 ccm Hubraum
Euro 4 & 65 € je angefangene 100 ccm Hubraum
Euro 64,80 € je angefangene 100 ccm Hubraum
Wohnmobile16 € je angefangene 200 kg zulässiges Gesamtgewicht
Oldtimer130 Euro

Kosten für nicht in Deutschland zugelassene Kfz

StufeAbgabensätze
Preis Jahresvignette10-Tages-Vignette2-Monats-Vignette
10 bis < 20 Euro2,50 Euro7 Euro
220 bis < 40 Euro4 Euro11 Euro
340 bis < 70 Euro8 Euro18 Euro
470 bis < 100 Euro14 Euro30 Euro
5100 bis < 130 Euro20 Euro40 Euro
6130 Euro25 Euro50 Euro

Zahle ich künftig mehr?

Nein. Laut Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) haben Sie keine Doppelbelastungen zu befürchten. Der gezahlten Maut stehen Steuerentlastungsbeträge gegenüber.

Eine Beispielrechnung des BMVI sieht wie folgt aus:

Ein VW Golf 5, Erstzulassung 2003, Diesel mit 1896 ccm Hubraum, Euro 3 zahlt heute eine Kfz-Steuer in Höhe von 293,00 Euro.

Die Infrastrukturabgabe (Maut) liegt bei 130 Euro (hier greift der Höchstsatz)

Künftig läge die Kfz-Steuer damit bei 163 Euro.

Der Gesamtbetrag bleibt also identisch. Die als umweltfreundlich geltenden Euro 6-Fahrzeuge zahlen künftig sogar weniger.

Benötige ich eine Vignette?

Für deutsche Pkw-Halter gilt:

Nein. Ist ihr Fahrzeug bereits zugelassen, erhalten Sie automatisch einen Bescheid von der Infrastrukturabgabenbehörde. Bei Neuzulassungen geben Sie durch die Angabe ihrer Kontoverbindung die Einzugserlaubnis für die Abgabe.

Die elektronische Vignette wird mit dem Kennzeichen verknüpft. Eine Klebevignette, wie in Österreich wird es also nicht geben.

Für im Ausland zugelassene Pkw gilt:

Vignetten können entweder online (App für Smartphones und Tablets) oder an Vertriebsstellen, wie Tankstellen gebucht werden. Die Gültigkeit beträgt 12 Monate ab dem Zeitpunkt des Erwerbs.

Kontrollen und Strafen

Über die elektronische Vignette werden die Nummernschilder erfasst. Die Kontrollen erfolgen stichprobenartig durch einen Abgleich des Kennzeichens. Wer nicht zahlt, muss mit Geldbußen rechnen.

Pkw-Halter zahlen künftig Maut in Deutschland - egal, ob In- oder Ausländer. Wie viel Sie zahlen müssen und für wen sich die Mauteinführung sogar lohnt, lesen Sie in unserem Ratgeber.
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