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Rettungsgasse: Härtere Strafen für Blockierer

Bei schweren Unfällen zählt jede Sekunde. Das Bilden von Rettungsgassen ist daher ein Muss. Dennoch werden Rettungswege häufig nicht rechtzeitig gebildet oder sogar blockiert.

In einem Radiointerview mit Antenne Bayern hat sich Verkehrsminister Dobrindt (CSU) nun dafür ausgesprochen, die Bußgelder deutlich zu erhöhen.

Geplant sind folgende Erhöhungen:

  • Wird eine Rettungsgasse nicht rechtzeitig gebildet sind 55 Euro anstatt 20 Euro zu zahlen.
  • Wird die Rettungsgasse gar nicht gebildet, sind Sanitäter häufig zu riskanten Fahrmanövern gezwungen. Kommt es in Folge zu Sachschäden, werden 115 Euro berechnet. Hinzu kommt ein Punkt in Flensburg.
  • Bei Gefährdung und Verletzung einer Rettungskraft kommen 95 Euro dazu.

Dauerbrenner Rettungsgasse

Immer wieder ist die Rettungsgasse ein Problemthema. In unserem Artikel Tempo 30 vor Schulen und Kitas berichteten wir bereits über die „Einfachere Formulierung für die Anforderungen an eine Rettungsgasse“.

Vielfache Bemühungen das Verhalten der Autofahrer zu verbessern, führten bislang nicht zum gewünschten Erfolg. Auch der Gesetzgeber hat versucht gegenzulenken. Nach Zustimmung durch den Bundesrat ist am 14. Dezember 2016 die Erste Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) in Kraft getreten.

Im Wesentlichen besagt diese:

Es ist nachvollziehbar, dass nun auch höhere Bußgelder gefordert werden.

„Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, müssen diese Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußersten linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrsteifen für eine Richtung eine freie Gasse bilden.“

Doch was bringen die höheren Strafen? Sorgen sie tatsächlich für Abschreckung?

Aufklärung ist uns wichtig und wir helfen gerne dabei. Die folgenden Beispiele aus jüngster Vergangenheit veranschaulichen, warum Sie unbedingt eine Rettungsgasse bilden sollten.

Ständig gelangen Rettungskräfte nicht rechtzeitig an den Einsatzort. Grund dafür sind oftmals Schaulustige, die am Unfallort ihr Tempo verringern, um Fotografien oder sogar Videos machen zu können. Dies hat schwere Folgen. Anfang Mai berichtete die Welt von einem schweren Unfall auf der A5, bei dem die Verletzen aufgrund der fehlenden Rettungsgasse unnötig lange warten mussten. Nicht einmal Erste Hilfe erhielten die eingeklemmten Opfer von den wartenden Autofahrern.

Ebenfalls auf der A5 verunglückte im März ein Bauarbeiter. Ein Durchkommen war für die Rettungskräfte auf den letzten 800 Metern jedoch nicht mehr möglich. Die Feuerwehr entschloss sich kurzerhand das letzte Stück zu laufen. Dabei wurden die Rettungsleute teils ausgelacht und angepöbelt. Nach dem Einsatz übergaben sie der Polizei Fotos von 30 Autos. ( FAZ)

Die Feuerwehr Saarbrücken erläutert in ihrem Artikel „ Löschbezirk 23 - Eine Rettungsgasse kann Leben retten!“ Schritt für Schritt, was im Ernstfall zu tun ist und verweist zudem auf ein hilfreiches und unterhaltsames Erklärvideo.

Lebenswichtige Rettungsgassen: Warum Blockierer mit hohen Bußgeldern rechnen müssen, erfahren Sie hier.
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