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Sicher und fair im Straßenverkehr

Es gibt eine Menge an Faktoren, die dafür sorgen, dass wir uns gestresst fühlen. Viele Menschen neigen dazu, ihrem Ärger auf der Straße sprichwörtlich freien Lauf zu lassen. Dabei ist das nicht nur unfair den anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber, sondern auch für alle gefährlich.

Zeit erhöht den Stressfaktor

Wer kennt das nicht: Es ist früh am Morgen, in einer halben Stunde beginnt die erste Besprechung. Vorher muss der Hund aber noch Gassi und die Kinder zur Kita gebracht werden. Die Zeit ist knapp und jetzt sagt der Radiosprecher auch noch Stau an. In solchen Situationen kann man schon Mal die Fassung verlieren. Damit genau das aber nicht passiert, raten wir Ihnen dazu, ein paar Minuten mehr einzukalkulieren und dadurch deutlich entspannter zu fahren.

Ruhig und gelassen bleiben

Aufblinken, Hupen und andere beim Spurenwechsel schneiden: So kennt man den allseits unbeliebten Drängler. Wer nicht sofort reagiert und Platz macht, wird neben der Nötigung obendrein noch beschimpft. Woher die Aggressionen rühren? Abgeschirmt im Auto kommt es zu keinem direkten Austausch zwischen den Verkehrsteilnehmern. Der Fahrer taucht in Anonymität ab und fühlt sich geschützt. Viele vergessen damit die guten Manieren, werden ausfallend, gestikulieren wild oder hupen, was das Zeug hält.

AdmiralDirekt.de rät: Auch wenn es schwer fällt, lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen und reagieren Sie gelassen.

Blinken

Vergessen den Blinker zu setzten? Das kann lebensgefährliche Konsequenzen haben.

In der Schweiz ereignete sich kürzlich ein Unfall, weil ein Pkw-Fahrer beim Wenden auf einem Parkplatz den Blinker nicht setzte. Ein Motorradfahrer wollte zeitgleich das vor ihm fahrende Auto überholen und prallte mit dem PKW zusammen und zog sich dabei Verletzungen zu.

Im Kreisverkehr

Wie verhalte ich mich, wenn ich auf einen Kreisverkehr zufahre?

Da stellt sich für viele wieder die Blinker-Frage. Geregelt ist sie nach StVO.

  • Beim Einfahren in den Kreisverkehr dürfen Sie nicht blinken. Beim Ausfahren hingegen müssen Sie es.
  • Wer den Kreisverkehr befahren möchte, muss den im Kreisel befindlichen Fahrzeugen Vorfahrt gewähren.
  • Anhalten oder parken ist natürlich nicht gestattet, nur wenn der Verkehr es erfordert, dürfen Sie stehen bleiben.
  • An besonders kleinen Kreiseln dürfen Sie mit langen Fahrzeugen und Gespannen die Mittelinsel auch überfahren – für normale Pkw gilt dies aber nicht!
  • Fehlverhalten wird mit Bußgeldern zwischen 10 und 35 Euro geahndet.

Rettungsgasse bilden

Wenn jede Sekunde zählt, unterstützen Sie die Rettungskräfte, indem Sie eine Rettungsgasse bilden. Wie es geht, erklären wir in unserem Artikel: Rettungsgasse: Härtere Strafen für Blockierer

Reißverschlussverfahren

Immer wieder kommt es aufgrund falschen Verhaltens an Fahrbahnverengungen zu Staus. Einige Verkehrsteilnehmer halten sich nicht an das Reißverschlussverfahren.

Wir verraten Ihnen, wie es richtig geht:

• Fahren Sie die endende Spur durch bis es nicht mehr weiter geht und wechseln Sie erst dann auf die fortführende Fahrbahn.

• Vorzeitiges Einordnen führt dazu, dass bereits vor der eigentlichen Fahrbahnverengung Wartezeiten entstehen. Der Verkehr wird folglich stark verlangsamt.

• Befinden Sie sich auf der freien Spur, müssen Sie genau ein Auto vor sich einfädeln lassen. Danach darf das nächste Auto auf der freien Spur fahren, dann muss wieder ein Fahrzeug von der endenden Spur einfädeln und so weiter.

Rechtsfahrgebot

Wer kennt das nicht? Die Autobahn ist leer und trotzdem fahren alle auf der Mittelspur. Dabei gilt in Deutschland doch das Rechtsfahrgebot, oder?

Grundsätzlich ja. Laut StVo gilt: „Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit.“

Es gibt aber Ausnahmen:

Außerhalb geschlossener Ortschaften dürfen Sie durchgängig auf dem mittleren Fahrstreifen fahren, „wo auch nur hin und wieder – rechts davon ein Fahrzeug hält oder fährt.“

Im Stop-and-Go-Verkehr passiert auch das: Steht der Verkehr auf der linken Spur oder fließt nur sehr langsam, können Sie mit geringem Tempo von rechts überholen.

Der Mittelspurschleicher

Für Mittelspurliebhaber gibt es jedoch auch Grenzen:

Fahren Sie unnötig lang auf dem mittleren Fahrstreifen und behindern dadurch andere Fahrer, kann es teuer werden. Es drohen 80 Euro Bußgeld und ein Punkt im Fahreignungsregister.

Die Rechtsprechung hat entschieden: Können Sie die Geschwindigkeit trotz vorausfahrender Fahrzeuge - mehr als 20 Sekunden - halten, gilt das Rechtsfahrgebot.

Blickkontakt

Es klingt vielleicht selbstverständlich aber nehmen Sie immer Blickkontakt mit den anderen Verkehrsteilnehmern auf, um sich mit ihnen zu verständigen.

Gerade Fußgänger und Radfahrer sind darauf angewiesen, damit sie Gewissheit haben, dass sie sicher passieren bzw. fahren können.

Parken

Blicken Sie immer in den Rückspiegel, bevor Sie aus dem geparkten Auto aussteigen und öffnen Sie erst dann die Tür. Im Juni wurde ein Fahrradfahrer in Berlin tödlich verletzt, weil der Halter eines Sportwagens unbedacht seine Autotür öffnete.

Fußgängerin, Radfahrer und Autofahrer vor Zebrastreifen
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