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Autodiebstahl: Was ist zu tun?

2016 wurden laut Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft 18.227 Autos in Deutschland gestohlen. Besonders beliebt unter den Autodieben sind die Automodelle Audi und BMW, an der Spitze steht der Volkswagen. Am häufigsten schlagen Diebe in Grenzgebieten, wie Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg zu. Grund genug, sich mit dem Thema einmal genauer auseinanderzusetzen.

Wurde mein Auto wirklich gestohlen?

Wenn der Pkw nicht mehr da steht, wo man ihn abgestellt hat, geraten viele Autobesitzer in Panik. Häufig gibt es aber eine einfache Erklärung:

  • Vergewissern Sie sich zunächst, ob ein Familienmitglied das Auto genutzt und an anderer Stelle geparkt hat. Kann dies ausgeschlossen werden, muss es sich trotzdem nicht unbedingt um Diebstahl handeln.
  • Standen Sie vielleicht im Parkverbot oder haben Sie ein Schild übersehen? Dann könnte es sein, dass Ihr Pkw abgeschleppt wurde. In diesem Fall hilft ein Anruf bei der örtlichen Polizeistelle. Dort erfahren Sie, wohin Ihr Auto gebracht wurde.

Was tun, wenn mein Auto gestohlen wurde?

Wenn sich der Verdacht erhärtet, dass Ihr Auto gestohlen wurde, sollten Sie Folgendes tun:

1. Anzeige erstatten

Gegen Vorlage Ihres Fahrzeugscheines (Zulassungsbescheinigung Teil I) und Ihres Personalausweises sollten Sie unverzüglich eine schriftliche Diebstahlanzeige bei der Polizei vornehmen. Dann erst kann das Fahrzeug zur Fahndung ausgeschrieben werden.

2. Umgehende Schadensmeldung

Melden Sie den Diebstahl umgehend und in Textform bei Ihrer KFZ-Versicherung.

3. Auto abmelden

Durch Vorlage der Zulassungsbescheinigung I und II (sofern noch vorhanden), sowie dem Anzeigeprotokoll, sollten Sie schnellstmöglich Ihr Fahrzeug abmelden. Dadurch vermeiden Sie, dass Sie Ihrer Versicherung und dem Zollamt weitere Beiträge zahlen müssen.

4. Dokumente der Versicherung einreichen

In der Regel benötigt Ihre Versicherung folgende Dokumente:

  • Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Alt: Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil 2 (Alt: Fahrzeugbrief)
  • Anschaffungsrechnung oder Kaufvertrag vom Fahrzeug
  • Wartungs- und Inspektionsrechnungen
  • sonstige Reparaturkostenrechnungen
  • Alle Fahrzeugschlüssel
  • Kopie der polizeilichen Meldung
  • HU-/AU-Bescheinigung
  • Abmeldebescheinigung

5. Vor der Neuanschaffung - einen Monat warten:

Bei AdmiralDirekt.de und auch bei vielen anderen Versicherern gilt:

Wird der entwendete Pkw innerhalb eines Monats wieder aufgefunden, müssen Sie ihr Auto laut den allgemeinen Bedingungen für Kfz-Versicherungen (AKB) zurücknehmen. Warten Sie daher besser mit der Neuanschaffung!

Falsche Angaben können den Versicherungsschutz stark gefährden.

Tipp: Wenn Sie den genauen Kilometerstand nicht kennen, hilft Ihnen die Rechnung der letzten Inspektion bei der Schätzung. Es ist auch ratsam, die Rechnungen teurer Nachbauten aufzubewahren und sie der Polizei vorzulegen.

Die Versicherung prüft die eingereichten Unterlagen genau. Sollte sich herausstellen, dass Angaben bewusst falsch gemacht wurden, sind Versicherer dazu berechtigt, Leistungen vollständig zu verweigern.

Bei grob fahrlässiger Herbeiführung der Entwendung kann die Versicherung die Leistung entsprechend kürzen. Beispiel: Sie verlieren Ihren Schlüssel oder er wird Ihnen gestohlen und Sie tauschen das Türschloss nicht aus.

Wie kann ich mein Auto vor Diebstahl sichern?

Nutzen Sie die Absicherung, die Ihnen zur Verfügung steht. Oft ist es so, dass die Schutzmaßnahmen aus Bequemlichkeit nicht genutzt werden. Fahrlässigkeit kann Sie teuer zu stehen kommen.

Sicher parken

PKW-Besitzer mit Garage, sollten diese auch nutzen. Wer in der Stadt wohnt, hat diesen Luxus vielleicht nicht, Garagen können aber auch angemietet werden. Wenn Sie einen neuen oder teuren Wagen fahren, sollten Sie besonders darüber nachdenken.

Wegfahrsperre aktivieren

Eine einfache Bewegung und das Lenkrad ist eingerastet. Auch wenn viele Diebe keine besondere Herausforderung in der Lenkradsperre und Co sehen: Die Schutzmechanismen halten sie dennoch auf und machen einen Diebstahl damit vielleicht sogar unattraktiv oder sorgen dafür, dass die Diebe abbrechen.

Dokumente nicht im Pkw lassen

Auch wenn viele Pkw-Fahrer die Zulassungsbescheinigung I (Fahrzeugschein) der Einfachheit halber im Handschuhfach verstauen, ist zu bedenken, dass es damit auch Autodiebe besonders einfach haben. AdmiralDirekt.de rät daher:

Lassen Sie die Zulassungsbescheinigung nicht im Auto liegen. Sie hinterlassen sonst ein offizielles Dokument und ermöglichen Dieben eine problemlose Überführung ins Ausland.

Die Zulassungsbescheinigung II (Fahrzeugbrief) sollten Sie unbedingt an einem sicheren Ort aufbewahren und keinesfalls im Auto. Dieses Dokument ist die Besitzurkunde für das Fahrzeug.

Mit GPS-Ortung das Auto aufspüren

Neue Autos müssen ab Ende März über das Notrufsystem eCall verfügen. Dieses System dient in erster Linie dazu, bei einem Unfall einen automatisierten Notruf abzusetzen.

eCall verhindert zwar nicht, dass Ihr Auto geklaut wird, es kann Ihnen aber im Nachhinein wertvolle Hilfe leisten. Dank der verwendeten GPS-Technologie können die meisten Autos aber auch über das Mobiltelefon geortet werden.

Alte Pkw können jedoch nachgerüstet werden. Die eigene Sicherheit aber auch die des Autos lassen sich damit erhöhen.

Serviceteil:

Ausführliche Tipps von der Polizei

Dieb bricht Auto mit Werkzeug auf.
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