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Autokauf & Zulassung
10.12.2021

Gebrauchtwagen-Checkliste

Sie interessieren sich für einen Gebrauchtwagen? Vor dem Kauf sollten Sie auf einige Dinge achten, damit Sie keine Mängel übersehen und lange Freude an dem Fahrzeug haben. Mit unserer Checkliste wissen Sie, worauf zu achten ist.

Der Blick in den Motorraum gehört vor dem Kauf eines Gebrauchtwagens dazu!

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

  • Vor dem Kauf eines Gebrauchtwagens sollten Sie sich ihn ganz genau anschauen, um lange Freude an dem Fahrzeug zu haben.
  • Insbesondere den Motorraum mit Motoröl, Kühl- und Bremsflüssigkeit sollten Sie genau prüfen.
  • Mit einer Probefahrt können Sie letztlich feststellen, ob das Auto komische Geräusche von sich gibt, Öl verliert oder ähnliches.

Karosserie-Check

Bevor Sie sich in den Wagen setzen, verschaffen Sie sich einen Eindruck von außen. Lassen Sie sich bei Ihrem Rundgang nicht hetzen: Mancher Verkäufer versucht so, von Mängeln, vielleicht sogar Unfallschäden abzulenken. Vereinbaren Sie deshalb einen Termin bei Tageslicht, dann sehen Sie auch kleine Kratzer. Außerdem empfehlen wir, einen Bekannten mitzunehmen, denn vier Augen sehen mehr als zwei.

  • Ist das Auto sauber? Falls nicht, können Sie Kratzer und Schrammen nicht sehen.
  • Schauen Sie nach größeren Schäden, wie Beulen an der Stoßstange oder im Türrahmen.
  • Bei Rost sollten Sie vorsichtig sein. Bröckelnde Roststellen sind ein schlechtes Zeichen – dann heißt es: Finger weg! Untersuchen Sie die gesamte Karosserie, Unterboden und Auspuff.

Motorraum

Der Motor ist das Herzstück des Autos. Es lohnt sich also, ganz genau hinzusehen. Verschaffen Sie sich einen Gesamteindruck und schauen Sie zunächst nach, ob der Motorraum sauber ist. Wurde eine Motorwäsche durchgeführt, kann das ein Indiz sein, dass der Verkäufer versucht, undichte Stellen zu verbergen.

  • Sind Motoröl, Brems- und Kühlflüssigkeit auf dem nötigen Stand?
  • Sind Schaum- oder Ölspuren im Kühlerwasser?
  • Achten Sie auf die Schläuche: Sind sie porös?
Darf man Winterreifen auch im Sommer fahren?

Reifen

Überprüfen Sie den Zustand der Reifen und denken Sie daran, die Profiltiefe zu messen. Die Mindestprofiltiefe von Sommerreifen liegt bei 1,6 mm, die von Winterreifen bei 4 mm. Sobald die Profiltiefe weniger beträgt, müssen neue Reifen her. Die Kosten sollten Sie im Kaufpreis berücksichtigen.
Schauen Sie nach, ob Schäden am Profil oder der Flanke ersichtlich sind und achten Sie darauf, dass die Reifen nicht abgefahren sind.

Fahrzeugbeleuchtung

  • Überprüfen Sie alle Lichter. Funktionieren Scheinwerfer, Rück- und Bremslicht?
  • Flackert das Licht?
  • Gibt es Steinschläge oder ist Feuchtigkeit hinter dem Glas erkennbar?

Innenraum

  • Türen und Kofferraumklappe: Alle Türen sollten sich problemlos öffnen und schließen lassen. Passt der Schlüssel?
  • Sind die Dichtungsgummis in Ordnung?
  • Kontrollleuchten sollten nicht aufblinken.
  • Testen Sie alle Knöpfe und Hebel: Warnblinker, Scheibenwischer, Lüftung etc.
  • Sind die Polster sauber und frei von Gerüchen?
  • In welchem Zustand sind die Anschnallgurte?
  • Wie hoch ist der Kilometerstand?
    Passen Tachostand und Zustand des Pkw zusammen? Das können Sie herausfinden, indem Sie den Gebrauchtwagen ausgiebig Probe fahren.
Symbol Gebrauchtfahrzeug

Machen Sie eine Probefahrt!

Augenscheinlich ist erst einmal alles gut? Dann machen Sie eine Testfahrt.
Starten Sie den Motor und hören Sie, ob Sie auffällige Geräusche wahrnehmen. Wenn es rattert oder pfeift, stimmt etwas nicht. Fragen Sie nach!

Unser Tipp: Wenn Sie nicht genau heraushören können, was komisch klingt, sollten Sie einen Experten zu Rate ziehen.

  • Wie ist das Lenkverhalten des Autos? Fährt der Wagen auch bei höheren Geschwindigkeiten geradeaus?
  • Stockt das Kupplungspedal?
  • Wie funktioniert die Schaltung? Hakt sie oder gibt sie Geräusche von sich?
  • Wie funktionieren die Bremsen?
  • Wie verhalten sich die Stoßdämpfer bei Verkehrsberuhigungen und Unebenheiten?

Unterboden-Check

Im Anschluss an die Probefahrt:

  • Schauen Sie nach, ob Öl vom Motor heruntertropft.
  • Zeigt die Auspuffanlage Mängel?
  • Wie ist der Zustand der Bremsbeläge?

Elektrogeräte und sonstige Features

Radio: Die Soundanlage sollte nicht während der Fahrt getestet werden, um mögliche Störgeräusche des Wagens wahrnehmen zu können.

Navigationssystem: Testen Sie auch, ob das Navi funktioniert. Das können Sie gut mit der Probefahrt verbinden.

Symbol für Autokauf und Zulassung: Dokumente und Fahrzeugschlüssel.

Bessere Gewährleistung beim Gebrauchtwagenkauf

Ab 2022 profitieren Sie von mehr Sicherheit beim Gebrauchtwagenkauf. Das Sachmängelrecht hat sich zu Gunsten des Käufers geändert. Wenn Sie nach dem Kauf einen Mangel entdecken, gilt die Beweislastumkehr nun ein ganzes Jahr lang. Zuvor waren es sechs Monate. Möchte der Händler für den Schaden nicht aufkommen, muss er beweisen, dass dieser zum Zeitpunkt der Übergabe noch nicht da war. Dies ist natürlich äußerst schwierig, sodass Sie sich in der Regel keine Sorgen machen müssen, auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Wenn Sie beim Kauf ganz auf Nummer sicher gehen wollen, fahren Sie am besten zum Autohändler Ihres Vertrauens. Viele bieten Ihnen eine freiwillige Gebrauchtwagengarantie an. Gründsätzlich ist jeder Händler zu einer zweijährigen Sachmängelhaftung verpflichtet. Diese Frist kann jedoch mit beidseitigem Einverständnis auf ein Jahr verkürzt werden. Während dieser Zeit muss der Verkäufer für eventuelle Mängel an Ihrem Fahrzeug aufkommen. Neu: Die Verjährungsfrist muss nun im Kaufvertrag festgehalten werden.

Wenn Sie privat kaufen, empfehlen wir während der Probefahrt einen Abstecher zum TÜV, zur DEKRA oder zum ADAC zu machen. Ein Check bringt Ihnen zusätzliche Gewissheit, dass der Gebrauchtwagen tatsächlich in dem beschriebenen Zustand ist.

Sie interessieren sich für ein Elektroauto? Hier finden Sie eine Übersicht über die Vor- und Nachteile von E-Autos.

Symbol für Vertragsunterlagen

Was muss ich beim Kaufvertrag beachten?

Egal, ob Sie bei einer Privatperson oder einem Händler kaufen: Zu Ihrem eigenen Schutz sollten Sie den Kaufvertrag unbedingt schriftlich abschließen. Seriöse gewerbliche Verkäufer werden Ihnen einen Vertrag zur Unterzeichnung vorlegen. Aber auch beim Privatkauf sollten Sie unbedingt einen schriftlichen Kaufvertrag abschließen.

Achten Sie darauf, dass der Vertrag richtig und vollständig ist. Folgendes müssen Sie beachten:

  • Der Vertrag muss in zweifacher Ausführung vorliegen: Ein Exemplar für Sie und eins für den Verkäufer. Beide Exemplare müssen von beiden Vertragspartnern unterschrieben werden!
  • Schäden müssen aufgelistet sein!
  • Die Verjährungsfrist ist festgehalten.
  • Zulassungsbescheinigung Teil I und II, Scheckheft und Schlüssel erhalten Sie mit der Zahlung des Kaufpreises.
  • TÜV-Plakette: Die Protokolle der letzten Abgasuntersuchung und der Hauptuntersuchung müssen Ihnen ausgehändigt werden.
  • Prüfen Sie auch, auf wie viele Fahrzeughalter das Auto bereits zugelassen war.
  • Nach dem Kauf müssen Sie sich für eine Kfz-Versicherung entscheiden, damit Sie das Auto zulassen können. Mehr dazu erfahren Sie in unseren Artikeln Wie kann ich ein Auto anmelden? und - wenn Sie die Online-Anmeldung bevozugen - in "Wie funktioniert i-Kfz?".

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