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Lifestyle
07.07.2020

Hund im Auto transportieren

Für Tierliebhaber stellt sich wohl kaum die Frage, ob der Vierbeiner mitfährt, sondern eher wie man den Hund im Auto am besten transportieren kann. Was Sie dabei beachten müssen, damit es Ihrem Tier bei der Fahrt gut geht und wie Sie Bußgelder vermeiden erfahren Sie in diesem Artikel.

Hund in einer Transportbox im Kofferraum.

Wie kann ich meinen Hund im Auto sicher transportieren?

Um Ihren Vierbeiner sicher von A nach B zu bringen, darf er nicht einfach so in den Fußraum klettern, sondern muss für jede Fahrt gesichert werden. Das ist sogar gesetzlich geregelt. Rechtlich gesehen, gelten Hunde als Sache und müssen somit im Fahrzeug als Ladung gesichert werden.

Symbol Tipp: Glühbirne

Laut § 23 Straßenverkehrsordnung sind Sie als Fahrer dafür verantwortlich, dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges durch die Ladung oder die Besetzung nicht beeinträchtigt wird.

Müssen Hunde im Auto angeschnallt werden?

Eine Anschnallpflicht für Tiere, wie sie für Personen gilt, gibt es nicht. Allerdings müssen Sie Ihren Hund im Auto sicher transportieren, denn wird ihr Hund beim Abbremsen durch das Auto geschleudert, entstehen enorme Kräfte und Ihr Tier wird bei einer Vollbremsung oder einem Unfall zum lebensgefährlichen Geschoss.

Was passiert, wenn ich meinen Hund im Auto nicht sichere?

Hund im Auto transportieren: Bußgelder für unsichere Ladung

Werden Sie erwischt, droht Ihnen ein Bußgeld:

  • Ist Ihr Tier nicht angemessen gesichert, zahlen Sie 35 Euro
  • mit Gefährdung 60 EUR + 1 Punkt
  • mit Sachbeschädigung 75 EUR + 1 Punkt

Wo kann ich meinen Hund im Auto transportieren?

Sie können Ihren Vierbeiner überall dorthin mitnehmen, wo er gut gesichert mitfahren kann. Zum Beispiel:

  • Auf dem Beifahrersitz – im Pkw-Sitz für Hunde
  • Im Kofferraum – in einer Transportbox oder mit Trenngitter
  • Auf der Rückbank – angeschnallt mit speziellem Sicherheitsgurt
  • Im Fußraum - in einer Transportbox

Beachten Sie, dass der richtige Ort sich auch nach der Größe des Hundes richtet. Außerdem darf Ihr Tier Sie während der Fahrt nicht behindern. Wenn Sie einen unruhigen Bello neben sich sitzen haben, ist Ihnen und dem Tier nicht geholfen.

Mein Hund fährt nicht gerne Auto - Was tun?

Nicht jeder Hund springt freudig ins Auto, wenn sich die Klappe vom Kofferraum öffnet. Bevor Sie eine Urlaubsreise planen, sollten Sie wissen, was Ihr Hund benötigt, um sich wohl zu fühlen.

Tipps für eine angenehme Fahrt mit Hund
  • Langsam an das Auto gewöhnen
    Wenn Sie Ihr Hund das Autofahren noch nicht kennt, geben Sie ihm etwas Zeit bevor Sie lange Fahrten planen.
  • Für Behaglichkeit sorgen
    Legen Sie eine Decke aus und machen Sie es ihrem Vierbeiner etwas bequemer. Haare und Schmutz werden außerdem damit aufgefangen.
  • Bewegung einplanen
    Insbesondere große Hunde brauchen Auslauf. Planen Sie deshalb regelmäßige Pausen ein.B
  • Beschäftigung während der Fahrt
    Kauen auf dem Lieblingsspielzeugt beruhigt und lenkt ab.
  • Mit Leckerlis besänftigen
    Der kleine Snack zwischendurch funktioniert nicht nur bei Kindern, sondern auch bei ihrem Hund.
  • Unruhe bekämpfen
    Neigt ihr Hund zu Nervosität, besorgen Sie ein Beruhigungsmittel für den Notfall (nach Absprache mit dem Tierarzt)

Möglichkeiten zur sicheren Beförderung von Hunden

Schützen Sie sich und ihren Hund, indem Sie ihn sichern. Dafür gibt es je nach Größe des Tieres unterschiedliche Möglichkeiten.

Sicherungsgurte für kleine Hunde

Zur Absicherung kleinerer Hunde eigenen sich spezielle Sicherungsgurte für Hunde. Diese werden am Gurtschloss, mit einer Isofix-Verbindung oder direkt am Fahrzeuggurt befestigt. Zur Befestigung benötigen Sie ein unbedingt ein Geschirr, dass Ihre Fellnase tragen muss. Diese Lösung ist nur für die Rückbank zulässig.

Transportboxen für alle Hunderassen

Eine besonders sichere Variante sind Transportboxen. In ihnen können Sie auch größere Hunde befördern. Lassen Sie sich beim Kauf einer solchen Box am besten beraten. Wichtig ist, dass der Hund in der Box stehen kann und sich darin bewegen kann. Große Boxen schieben Sie im Kofferraum am besten ganz an die Rücksitzbank. Aluminium- oder Stahlboxen erfordern zusätzliche Sicherung – am besten mit einem Spanngurt.

Kleine Boxen können Sie in den Fußraum stellen. Größere Boxen müssen im Kofferraum platziert und meist einem Spanngurt fixiert werden.

Trenngitter

Während manche Vierbeiner freiwillig in ihre Transporthöhle springen, möchte mancher so gar nicht eingesperrt werden. Hierfür bieten sich Trenngitter für den Kofferraum an. Auch für sehr große Hunderassen sind Gitter aus Aluminium oder Stahl die Lösung. Da es im Kofferraum je nach Fahrzeugmodell sehr viel Freiraum gibt, sollten Sie Ihren Hund zusätzlich mit einem Sicherheitsgurt anschnallen. Damit können Sie sein Verletzungsrisiko deutlich senken. Je kürzer Sie Ihr Tier fixieren, desto besser ist es in brenzligen Situationen geschützt.

Autositz für kleine Hunde

Kleine Fellnasen haben einen sicheren Platz im Autositz. Dieser verhindert, dass das Tier herumspringen kann. Die gepolsterten Sicherungen verhindern zusätzlich, dass Ihr Auto verschmutzt wird. Sie können auf dem Vordersitz oder der Rückbank angebracht werden. Somit haben Sie Ihren Hund immer auch im Blick.

Hund im Auto transportieren: Welches Gesetz ist zu beachten?

Genau wie in Deutschland müssen Tierhalter auch Österreich, Schweiz und Italien, dafür sorgen, dass Hunde sicher verladen werden. Mit den deutschen Bestimmungen sind Sie auch in den Nachbarländern gut unterwegs.

Einreisebestimmung im Ausland prüfen

Informieren Sie sich rechtzeitig über die Einreisebestimmungen Ihres Urlaubslandes. In manchen Ländern müssen Sie einen Nachweis über bestimmte Impfungen (z. B. Tollwut) erbringen. Manche Länder, wie Dänemark, verhängen sogar ein Einreiseverbot für bestimmte Rassen.

Stecken Sie gerade in den Urlaubsvorbereitungen? Dann empfehlen wir Ihnen auch unsere Checkliste Autoversicherung im Ausland.

Den Hund nicht im Auto lassen!

Darf ich meinen Hund alleine im Auto lassen?Grundsätzlich ist es Tierhaltern gesetzlich nicht untersagt, seinen Hund im Auto warten zu lassen. Aber: Tiere dürfen keinen extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt werden. Wer Tiere bei Hitze oder Minusgraden im Auto zurücklässt, muss mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen. Es ist mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren zu rechnen.

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