Logo AdmiralDirekt
News: Auto & Verkehr
04.07.2022

News für Autofahrer 2022

Auch 2022 können sich Autofahrer auf viele Änderungen einstellen. Lesen Sie, wer von einem verbesserten Gewährleistungsrecht profitiert, wer den Führerschein umtauschen muss, wie sich der Koalitionsvertrag für die Elektromobilität auswirkt u. v. m.

Vielbefahrene Straße in der Stadt.

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

  • Fahrzeuge mit einer braunen Plakette müssen in diesem Jahr zum TÜV.
  • Die bekannten Förderprämien für Elektroautos gelten weiterhin.
  • Die Jahrgänge von 1959 bis 1964 müssen bis zum 19.01.2023 ihren Führerschein umtauschen.

Mehr Sicherheit für Gebrauchtwagen-Käufer

Ab dem 01.01.2022 ändert sich das Gewährleistungsrecht zum Vorteil von Privatkunden. Die Beweislastumkehr wurde von sechs auf zwölf Monate erhöht. Tritt in dieser Zeit ein Mangel auf, haftet dafür der Verkäufer, sofern er nicht beweisen kann, dass der Schaden erst nach Fahrzeugübergabe entstanden ist.

Eine weitere Änderung ergibt sich bei der Verjährungskürzung: Vor Vertragsabschluss ist der Verkäufer verpflichtet, ausführlich über die Verjährungsfrist zu informieren und dies im Vertrag festzuhalten.

Weitere Infos zum Thema finden Sie in unserer Gebrauchtwagen-Checkliste.

Schutzmasken im Erste-Hilfe-Kasten

Im Februar 2022 wurde eine Norm verabschiedet, die das Mitführen von zwei Mund-Nasen-Bedeckungen im Verbandskasten vorschreibt. In Kraft tritt sie allerdings erst am 01.02.2023. Wer danach keine Schutzmasken dabei hat, riskiert ein Bußgeld von fünf Euro.

Tempolimit

Das langdiskutierte Thema über ein Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen ist abgeschlossen. 2022 wird es zu keiner allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzung kommen.

Ausstattung von Neuwagen

EU-weit gelten ab dem 06.07.2022 geänderte Regeln für Neuwagen. Für die Zulassung von neuen Fahrzeugtypen müssen künftig sechs Assistenzsysteme eingebaut sein, die für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen sollen. Ab 2024 gilt die Verordnung für alle Neuwagen. Neben Geschwindigkeits-, Notbrems- und Spurhalteassistenten, dürfte die Schnittstelle zur Alkoholmessung für viele Autofahrer neu sein. Diese misst in Kombination mit einem Kontrollgerät den Atemalkoholwert und verwehrt bei einem zu hohen Wert die Fahrt. Allerdings ist lediglich die Schnittstelle Bestandteil der EU-Verordnung, das Messgerät müssen Sie sich selber anschaffen.

Zusätzlich müssen ein Müdigkeitswarner und eine Blackbox verbaut sein. Ersterer soll Sekundenschlaf verhindern, indem der Fahrer bei abnehmender Konzentration an Pausen erinnert wird. Letztere speichert Unfalldaten, die besonders für Polizei und Kfz-Versicherung von Bedeutung sind.

Hohe Spritpreise: Trend setzt sich fort

Auslöser für die hohen Preise sind der erhöhte Ölpreis sowie der Kohlendioxid-Aufschlag (CO2-Steuer). Grund für die Abgabe ist die geplante Klimawende, die Deutschland bis 2050 verpflichtend erreichen muss. Fossile Energien werden seit 2021 pro verbrauchter Tonne CO2 mit einem Festpreis von 25 Euro besteuert. Der Preis steigt schrittweise auf 55 Euro im Jahr 2025 an. 2022 wird er bei 30 Euro pro Tonne liegen.

Symbol Tipp: Glühbirne

Vergleichen lohnt sich derzeit mehr denn je. Zwischen 18 und 22 Uhr ist der Kraftstoff meistens am günstigsten.

Pendlerpauschale

Im Gegenzug zu den höheren Tankkosten erhalten Berufspendler schon seit 2021 eine erhöhte Pendlerpauschale. Diese gilt auch im Jahr 2022. Bis 20 Kilometer gibt es 30 Cent, ab dem 21. Kilometer 35 Cent. 2024 sollen Pendler ab dem 21. Kilometer 38 Cent pro Kilometer erhalten.

Führerscheinumtausch

Alle, die zwischen 1959 und 1964 geboren sind, müssen bis zum 19.01.2023 ihren Führerschein umtauschen.

Hauptuntersuchung – braune Plakette

Fahrzeuge mit einer braunen Plakette müssen 2022 zur Hauptuntersuchung (HU). Wenn sie diese bestehen, erhalten sie eine grüne Plakette und müssen dann erst wieder 2024 zum TÜV.

Änderungen in der Kfz-Versicherung

Für über neun Millionen Autofahrer ändert sich die Regionalklasse. 4,2 Millionen Autofahrende wechseln in eine bessere und circa fünf Millionen Personen werden in eine höhere Regionalklasse eingestuft. Folglich müssen sie mit einem höheren Kfz-Versicherungsbeitrag rechnen.

Zusätzlich ergibt sich für etwa elf Millionen Autofahrende eine Anpassung der bisherigen Typklasse. 4,3 Millionen Autofahrer werden besser eingestuft, über sieben Millionen Fahrer zahlen einen teureren Versicherungsbeitrag aufgrund der höheren Typklasse.

Mobilitätswende

Die neue Bundesregierung hat eine langfristige Strategie für die Mobilität der Zukunft vorgestellt. Deutschland soll digitaler, flexibler und klimafreundlicher werden. Ziel ist es, den öffentlichen Personen-Nahverkehr auszubauen und autonomes Fahren zu fördern. Bahnverkehr und digitale Mobilitätsdienste, wie Carsharing, sollen wachsen.

Förderung von E-Autos bleibt

Die neue Ampel-Koalition hat große Ziele: Bis 2030 sollen es in Deutschland eine Millionen Ladestationen und 15 Millionen Elektroautos geben. Ende 2021 gibt es rund eine Million Stromer in Deutschland. Zur Förderung der Elektromobilität gibt es die bekannten Prämien auch weiterhin.

Durch die zum 03.06.2020 eingeführte Innovationsprämie – einer Verdopplung des Umweltbonus - stieg die gesamte Förderung inklusive Händleranteil für reine E-Autos auf bis zu 9.000 Euro. Die Innovationsprämie ist bis 31.12.2021 befristet. Im Rahmen des vierten Spitzengesprächs der „Konzertierten Aktion Mobilität“ am 17. November 2020 wurde allerdings beschlossen, die Innovationsprämie bis Ende 2025 zu verlängern. Wir informieren über aktuelle Beschlüsse.

Umweltprämie für Plug-In-Hybride erschwert

Anders verhält es sich für Käufer von Plug-In-Hybriden. Hybridfahrzeuge stehen in der Kritik, da sie größtenteils im Sprit-Betrieb fahren und nicht elektrisch. Die Bundesregierung hat deshalb die Kriterien verschärft: Gezahlt wird der Bonus nur, wenn das Auto mindestens 60 Kilometer im Elektrobetrieb fahren kann. Die vorherige Mindestreichweite lag bei 40 Kilometern. 2023 wird sie voraussichtlich auf 80 Kilometer erhöht. Der maximale CO2-Ausstoß von 50 Gramm pro Kilometer bleibt vorerst unverändert.

Zuschuss für Ladestationen

2022 tritt das Klimaschutz-Sofortprogramm in Kraft. Laut Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fließt eine Milliarde Euro in die Förderung klimafreundlicher Verkehrsinfrastruktur. Dazu zählt der Ausbau der Ladeinfrastruktur, wofür 200 Millionen Euro vorgesehen sind. Auch Ladesäulen an Mitarbeiterparkplätzen sollen gefördert werden. Mit Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz möchte man den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität erleichtern.

Weitere Artikel

Sie haben noch offene Fragen?
Wir sind für Sie da!

  • Telefon

    Telefon

    Mo-Fr von 08:00 - 20:00 Uhr

    Tel: 02203 5000

  • Mein Admiraldirekt

    Mein Admiraldirekt

    Umgezogen? Neues Bankkonto?
    Jetzt Vertrag online verwalten

    Jetzt einloggen!
  • Chat

    Chat

    Jetzt rund um die Uhr unseren digitalen Assistenten fragen.

    Jetzt chatten!