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News: Auto & Verkehr
20.04.2021

News für Autofahrer ab 2021

Auch dieses Jahr gibt es viele Änderungen für Autofahrer.

Dazu gehören:

  • Der neue Bußgeldkatalog
  • Spritpreiserhöhung durch CO2-Abgabe
  • Erhöhung der Pendlerpauschale
  • Höhere Kfz-Steuer für Verbrennungsmotoren
  • Optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfung
  • Änderungen in Regional- und Typklassen etc.

Rasern geht es an den Kragen. Die Bußgelder wurden 2021 erhöht.

Neuer Bußgeldkatalog kommt

Lange Diskussionen hat es um die STVO-Novelle gegeben, die 2020 gleich nach Inkrafttreten wegen eines Formfehlers gescheitert war. Nun haben sich Bund und Länder auf einen neuen Bußgeldkatalog geeinigt. In Kürze lässt sich festhalten:

Fahrverbote bleiben zwar aus, dafür drohen höhere Strafen!

Die Änderungen sollen laut Beschluss der Verkehrsministerkonferenz am 15./16. April 2021 noch vor Ende der Legislaturperiode in Kraft gesetzt werden.

  • Wer innerorts mit 16-20 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung erwischt wird, wird künftig mit 70 Euro zur Kasse gebeten. Zuvor waren es 35 Euro. Wer außerorts mit 26-30 km/h zu viel auf dem Tacho erwischt wird, muss bald 150 Euro anstatt bisher 80 Euro zahlen.
  • Für das unerlaubte Nutzen sowie Nichtbilden einer Rettungsgasse ist ein Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie ein Monat Fahrverbot fällig.
  • Wer sein Auto im allgemeinen Halte- oder Parkverbot abstellt, muss mit einem Verwarnungsgeld von bis zu 55 Euro statt wie bisher bis zu 15 Euro rechnen.
  • Die Strafe für rechtswidriges Parken an engen oder unübersichtlichen Straßenstellen bzw. im Bereich einer scharfen Kurve wird ebenfalls zu 55 Euro erhöht.
  • Verbotswidriges Parken auf Geh- und Radwegen sowie das unerlaubte Halten auf Schutzstreifen und das Parken und Halten in zweiter Reihe werden auf bis zu 110 Euro angezogen.
  • Unberechtigtes Parken auf einem Schwerbehindertenparkplatz wird nun mit 55 Euro sanktioniert. Zuvor waren es 35 Euro.
  • Neuer Tatbestand wird eingeführt: Unberechtigtes Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene und Carsharingfahrzeuge wird mit einem Verwarnungsgeld von 55 Euro geahndet.
  • Für Parken in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten oder mit Behinderung von Rettungsfahrzeugen ist ein Bußgeld von bis zu 100 Euro fällig.
  • Halt- oder Parkverstößen auf Bussonderstreifen und im Haltestellenbereich kostet nun bis zu 100 Euro. Bisher waren bis 35 Euro zu zahlen.
  • Auto-Posing, also das Verursachen unnötigen Lärms und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie das belästigende unnütze Hin- und Herfahren, wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro erhöht.

Achtung: Außerhalb Deutschland gelten oftmals andere Vorschriften. Informieren Sie sich deshalb vor Ihrer Reise über Verkehrsregeln und Bußgelder im Ausland.

Bußgelder für zu schnelles Fahren mit Pkw

Neuer Bußgeldkatalot 2021

Spritpreise steigen durch CO2-Abgabe

Seit Januar 2021 ist Tanken in Deutschland deutlich teuer geworden. Schuld daran ist die neue CO2-Steuer. Grund für die Abgabe ist die geplante Klimawende, die Deutschland bis 2050 verpflichtend erreichen muss. Fossile Energien werden seither pro verbrauchter Tonne CO2 mit einem Festpreis von 25 Euro besteuert. Danach steigt der Preis laut Bundesregierung schrittweise auf bis zu 55 Euro im Jahr 2025 an. Diese Kosten gibt der Brenn- und Kraftstoffhandel an die Verbraucher weiter. Im Klartext bedeutet das:

  • Der Literpreis für Benzin ist um ca. 7 Cent gestiegen.
  • Der Dieselpreis wird um ca. 8 Cent pro Liter erhöht.
  • Hinzu kommt, dass die während der Corona-Krise 2020 eingeführte Absenkung der Mehrwertsteuer nicht mehr gilt.

Unterm Strich zahlen Autofahrende deshalb zwischen 10 und 11 Cent mehr!

Symbol Tipp: Glühbirne

Ein Vergleich der Spritpreise empfiehlt sich derzeit also mehr denn je. Sparen kann auch, wer in der Zeit zwischen 18 und 22 Uhr zur Tankstelle fährt, denn zu dieser Uhrzeit ist der Kraftstoff meistens am günstigsten.

Pendlerpauschale wird erhöht

Im Gegenzug zu den höheren Tankkosten erhalten Berufspendler seit dem Jahresanfang 2021 eine erhöhte Pendlerpauschale. Ab dem 21. Kilometer gibt es 35 Cent anstatt wie zuvor 30 Cent. Ab 2024 erhalten Pendler ab dem 21. Kilometer 38 Cent pro Kilometer.

Wichtig: Denken Sie auch daran, dass Sie Ihren Führerschein umtauschen müssen. Für die ersten Führerscheinhaber rückt die Frist in greifbare Nähe. Stichtag ist der 19.01.2022.

Höhere Kfz-Steuer für Verbrennungsmotoren

Die Kfz-Steuer für erstmalig zugelassene Diesel und Benziner richtet sich ab dem 01.01.2021 verstärkt nach den Emissionswerten. Die Steuer erhöht sich stufenweise:

  • Ab einem CO2-Ausstoß von 96 Gramm pro Kilometer zahlen Sie 2 Euro pro Kilometer.
  • Ab einem Wert von 116 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer zahlen Sie 4 Euro pro ausgestoßenem Gramm CO2 je Kilometer.
  • Fahrer besonders emissionsarmer Autos bis zum Schwellenwert von 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer erhalten bis Ende 2024 ein Steuerfreibetrag von 30 Euro
  • Für reine Elektrofahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2025 erstmals zugelassen werden, gilt weiterhin die Befreiung von der Kfz-Steuer.

Damit bewirkt das Bundesfinanzministerium, dass Autokäufer bei der Anschaffung eines Pkw verstärkt auf einen niedrigen Schadstoff-Ausstoß achten. Ein weiterer Faktor bei der Besteuerung ist der Hubraum. Dieser bleibt 2021 jedoch unverändert.

News für Fahrschüler

Während begleitetes Fahren bereits seit 2011 gängige Praxis ist, gibt es ab dem 1. April 2021 folgende Änderungen für Fahrschüler: Wer die praktische Fahrerlaubnisprüfung für den Führerschein der Klasse B in einem Automatikauto absolviert hat, kann künftig unter bestimmten Voraussetzungen trotzdem einen Schaltwagen fahren. Diese besondere Regelung gilt dann, wenn der Fahrschüler zehn weitere Fahrstunden mit einem Pkw mit Schaltgetriebe nachweisen kann und dies von seiner Fahrschule nach erfolgreicher Testfahrt bescheinigt wird.

Optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfung (OPFEP)

Seit dem 1. Januar gilt die Optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfung. Durch die bundesweite harmonisierte und digitalisierte Führerscheinprüfung sollen Daten aus allen Prüfungen anonymisiert erfasst werden und dabei helfen, Ausbildung und Prüfungen zu verbessern. Durch die Modernisierung der Fahrerlaubnisprüfung können die Prüfer die Absolventen digital auf einem Tablet bewerten. Die Prüfungsdokumentation kann direkt im Anschluss an die Fahrprüfung via QR-Code aufs Smartphone geladen werden. Die Prüfung dauert etwa zehn Minuten länger und gilt für alle Fahrerlaubnisklassen.

Hauptuntersuchung – rosafarbene Plakette

Wer über eine gelbe Plakette verfügt, muss in diesem Jahr zur Hauptuntersuchung (HU). Wenn Ihr Auto die Prüfung besteht, erhält es eine rosafarbene Plakette. Sie müssen dann erst wieder 2023 zum TÜV.

Änderungen in der Kfz-Versicherung

Für über neun Millionen Autofahrer ändert sich die Regionalklasse. 4,5 Millionen Autofahrende wechseln in eine bessere und circa 4,8 Millionen Personen werden in eine höhere Regionalklasse eingestuft. Folglich müssen sie mit einem höheren Kfz-Versicherungsbeitrag rechnen.

Zusätzlich ergibt sich für rund elf Millionen Autofahrende eine Anpassung der bisherigen Typklasse. 4,6 Millionen Autofahrer werden besser eingestuft, 6,1 Millionen Fahrer zahlen einen teureren Versicherungsbeitrag aufgrund der höheren Typklasse.

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