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Autokauf & Zulassung
03.08.2022

Vor- und Nachteile von E-Autos

Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) wurden zwischen Mai 2021 und Mai 2022 durchschnittlich 57.000 E-Autos pro Monat neu zugelassen. Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck betont: „Die Elektromobilität hat den Übergang in den Massenmarkt geschafft. E-Fahrzeuge werden immer beliebter und brauchen in absehbarer Zukunft keine staatlichen Zuschüsse mehr.“ Ab dem 01.01.2023 ändern sich deshalb die Förderkriterien für den Kauf eines E-Autos.

Aufladen eines Elektrofahrzeuges.

Vorteile von E-Autos: Das spricht für den Kauf

Ein klarer Vorteil, der für den Kauf eines E-Autos spricht, ist die Förderung der Bundesregierung und der Automobilindustrie.

Symbol Tipp: Glühbirne

Bevor Sie sich für ein Fahrzeug entscheiden, empfiehlt es sich daher zu überprüfen, ob es auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) steht.

Wie erhalte ich Förderung für mein E-Auto?

Den Antrag auf Förderung stellen Sie online beim BAFA.

Beachten Sie: Das E-Auto muss mindestens sechs Monate auf Sie zugelassen bleiben, damit Sie den Umweltbonus erhalten. Im Online-Antragsformular werden vom Antragsteller die Rechnung bzw. der Leasingvertrag gemeinsam mit einem Nachweis über die Zulassung (Zulassungsbescheinigung Teil II) hochgeladen.

Euro Münzen

Wie hoch ist die Förderung für mein E-Auto?

Gemeinsam mit der Automobilindustrie fördert die deutsche Bundesregierung die Anschaffung von Elektrofahrzeugen, in Form des sogenannten Umweltbonus.

Folgende Summen können bis 31.12.2022 bei der Bafa beantragt werden:

  • Bei einem Nettolistenpreis bis maximal 40.000 Euro
    Batteriefahrzeuge: Die Fördersumme beträgt 6.000 Euro. Hinzu kommt der Herstelleranteil von 3.000 Euro. Die Kaufprämie beträgt somit 9.000 Euro insgesamt.

    Plug-In-Hybride: Sie werden mit 4.500 Euro Bundesanteil und 2250 Euro Herstelleranteil bezuschusst. Der Umweltbonus liegt hier bei 6.750 Euro gesamt.
  • Bei einem Nettolistenpreis über 40.000 Euro
    Batteriefahrzeuge: Beträgt der Nettolistenpreis mehr als 40.000 Euro, können Sie sich für rein elektrische Fahrzeuge über 5.000 Euro staatliche Förderung freuen. Mit dem zusätzlichen Anteil von 2.500 Euro vom Autohersteller kommen Sie somit auf insgesamt 7.500 Euro Kaufprämie.

    Plug-In-Hybride: Entscheiden Sie sich für einen Plug-In-Hybriden, erhalten Sie nun 3.750 Euro vom Staat. Der Anteil des Herstellers beträgt 1.875 Euro. Unterm Strich erhalten Sie bis zu 5.625 Euro.

Ab 1.1.2023: E-Auto-Prämie wird verkürzt

Ab dem 01.01.2023 werden nur noch reine Elektrofahrzeuge staatlich bezuschusst – Plug-In-Hybride sind dann von der Förderung ausgeschlossen.

  • Bei einem Nettolistenpreis bis maximal 40.000 Euro
    Die Fördersumme sinkt auf 4.500 Euro.
  • Bei einem Nettolistenpreis über 40.000 Euro
    Beträgt der Nettolistenpreis zwischen 40.000 Euro und 65.000 Euro, können Sie sich für rein elektrische Fahrzeuge über 3.000 Euro staatliche Förderung freuen.

Förderung ab dem 1.1.2024

Ab 2024 werden reine Elektroautos mit einem Nettolistenpreis bis 45.000 Euro mit 3.000 Euro bezuschusst. Teurere Fahrzeuge erhalten dann keine Förderung mehr.

Wer kann einen Antrag auf Umweltbonus stellen?

Die Kaufprämie beantragen können:

  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • Stiftungen
  • Körperschaften
  • Vereine

Auch hier hat die Bundesregierung eine neue Regel getroffen. Ab dem 01.09.2023 können nur noch Privatpersonen - und keine Unternehmen mehr - einen Antrag auf den Umweltbonus stellen. Ob die Förderung für Kleingewerbetreibende und gemeinnützige Organisationen bestehen bleibt, wird noch geprüft.

Zusätzliche Vorteile für E-Autos

Steuererbefreiung für Elektroautos

Reine Elektrofahrzeuge, die zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2025 erstmals zugelassen werden, sind zehn Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit. Dies gilt jedoch höchstens bis zum 31. Dezember 2030. Für Hybridfahrzeuge gilt diese Regelung aufgrund ihres Verbrennungsmotors nicht.

Vorteile für E-Kennzeichen

Mit Einführung des E-Kennzeichens im Jahr 2015 erhalten Elektroautos, Plug-In-Hybride und Brennstoffzellen-Fahrzeuge in einigen Gemeinden Sonderrechte zur Nutzung von Busspuren oder kostenloses Parken. Weitere Informationen zu den Straßenverkehrsschildern, speziell auch für E-Autos, erhalten Sie in unserem Ratgeber "Deutschlands Schilderwald".

Symbol für Elektroauto.

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Lesen Sie hier alles Wichtige zur E-Auto-Versicherung, worauf Sie achten sollten und wie Sie außerdem 255 Euro THG-Prämie erhalten können.

Nachteile von E-Autos: Häufige Kritikpunkte

Geringe Reichweite und hohe Anschaffungskosten

Ein häufig genannter Punkt ist die geringe Reichweite gegenüber Benzinern und Dieselfahrzeugen.

Dabei fährt der Großteil der Deutschen laut einer Studie des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur nicht mehr als 22 Kilometer am Tag. Reichweiten von 100 bis 200 Km sind das Minimum auf dem Elektroauto-Markt, sodass man auch als Berufspendler und im Stadtverkehr gut durch den Alltag kommt.

Lange Distanzen von bis zu 600 Kilometer schafft das Tesla Model S. Wer sich sich jedoch keinen hochpreisigen Tesla mit einem Listenpreis von rund 87.000 Euro leisten kann oder möchte, findet auch einen günstigeren Stromer, wie z. B. den Kia e-Soul, zu rund 38.000 Euro. Er schafft circa 450 Kilometer.

Zu wenig Ladesäulen, lange Ladevorgänge

Laut Bundesnetzagentur gibt es derzeit circa 50.000 öffentliche Ladepunkte in Deutschland (Stand: Februar 2022). Gerade in ländlichen Regionen ist die Lade-Infrastruktur für Elektroautos und Plug-In-Hybride noch ausbaufähig. Laut „Masterplan Ladeinfrastruktur“ der Bundesregierung sollen in den beiden nächsten Jahren 50.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte hinzukommen.

Ein weiteres Problem: Das Laden dauert! Zwar gibt es zwischenzeitlich mehr und mehr Schnellladepunkte allerdings sind diese nicht flächendeckend verfügbar. Mehr Wissenswertes rund um das Thema finden Sie in unserem Artikel "E-Auto laden: So geht´s richtig".

Wo finde ich die nächste Ladesäule?

Die Bundesnetzagentur bietet eine interaktive Ladesäulenkarte, auf der alle verfügbaren Ladepunkte angezeigt werden. Erfasst wird der Typ, die Anzahl und der Betreiber der Stromsäule.

Plug-In-Hybride als Kompromisslösung

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich ein E-Fahrzeug anzuschaffen, um damit auch längere Strecken zu fahren, fällt Ihnen die Entscheidung vermutlich nicht ganz leicht. Schließlich sind Tesla und Konsorten sehr teuer und die Ladesäulen sind nicht überall auffindbar.

Hybridfahrzeuge können hier eine gute Kompromisslösung darstellen. So fährt beispiels der Toyota Prius circa 50 Kilomer mit Strom, danach schaltet der Plug-In-Hybrid auf den Verbrennungsmotor um.

Vor- und Nachteile von E-Autos im Überblick

Vorteile von E-Autos und Hybridfahrzeugen

  • Sie fahren emissionsfrei
  • Sie fahren geräuscharm
  • Sie werden staatlich gefördert
  • Günstiger Unterhalt durch Steuerbefreiung

Nachteile von batteriebetriebenen Autos und Hybridfahrzeugen

  • Geringe Reichweiten
  • Ausbaufähige Ladeinfrastruktur
  • Lange Ladezeiten
  • Hohe Anschaffungskosten trotz Umweltbonus
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