Die wichtigsten Informationen auf einen Blick
Elektroautos haben sich in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil im Straßenverkehr entwickelt. Nach dem Förderstopp im Dezember 2023 waren die Verkaufszahlen vorübergehend stark eingebrochen. Seit Anfang 2025 steigt die Nachfrage nun wieder. Allein in der ersten Jahreshälfte 2025 wurden in Deutschland rund 250.000 E-Autos neu zugelassen. Damit liegt ihr Marktanteil im Juli diesen Jahres bei fast 18 Prozent und jeder fünfte zugelassene Neuwagen ist elektrisch. Wenn Sie aktuell über die Anschaffung eines Elektrofahrzeuges nachdenken, haben wir hier die wichtigsten Vor- und Nachteile im Überblick.
Die Bundesregierung hat die Förderung für Elektroautos rückwirkend zum 1. Januar 2026 wieder eingeführt. Ziel ist es, vor allem Haushalte mit niedrigem bis mittlerem Einkommen beim Umstieg auf ein klimafreundlicheres Fahrzeug zu unterstützen. Geplant ist, dass die Antragstellung ab Mai 2026 über ein zentrales Onlineportal möglich sein wird. Insgesamt stehen drei Milliarden Euro zur Verfügung, was einer Förderung von etwa 800.000 Fahrzeugen entspricht. Anspruch auf die Prämie haben ausschließlich Privatpersonen, die ein Neufahrzeug kaufen oder leasen. Voraussetzung ist außerdem, dass das zu versteuernde Haushaltseinkommen maximal 80.000 Euro im Jahr beträgt. Wenn Sie Kinder unter 18 Jahren haben, erhöht sich diese Grenze um jeweils 5.000 Euro pro Kind – maximal auf 90.000 Euro. Bei Paaren werden die Einkommen zusammengerechnet.
Wichtig ist, dass Ihr Fahrzeug erst nach dem 1. Januar 2026 erstmals zugelassen wurde. Der Zeitpunkt der Bestellung spielt dabei keine Rolle. Neben reinen Elektroautos sind auch Plug-in-Hybride sowie Fahrzeuge mit Range Extender förderfähig. Ein Auto mit Range Extender ist ein Elektrofahrzeug, das zusätzlich einen kleinen Verbrennungsmotor besitzt, der zum Nachladen der Batterie dient.
Die Höhe der Prämie hängt von Antriebsart, Einkommen und Familiengröße ab.
Je geringer das Einkommen, desto höher fällt die Förderung aus. Je nach Fall können Sie also eine Förderung von bis zu 6.000 Euro erhalten. Detaillierte Informationen zur Förderung finden Sie beim Bundesumweltministerium.
Elektroautos sind emissionsfrei und geräuscharm, was sie zu einer umweltfreundlichen und komfortablen Alternative zu herkömmlichen Fahrzeugen macht. Besonders in größeren Städten bieten sie viele Vorteile. Sie stoßen keine Abgase aus, verbessern so die Luftqualität und sorgen gleichzeitig für weniger Lärmbelastung. Zudem sinkt die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, da E-Autos mit erneuerbarer Energie betrieben werden können. Dadurch tragen sie langfristig zu einer nachhaltigeren und saubereren Mobilität bei und unterstützen so den Klimaschutz.
Reine Elektrofahrzeuge, die zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2030 erstmals zugelassen werden, sind von der Kfz-Steuer befreit. Ursprünglich galt das nur bis Ende 2030. Die Bundesregierung hat nun jedoch eine Verlängerung bis 2035 beschlossen. Für Hybridfahrzeuge gilt diese Regelung aufgrund ihres Verbrennungsmotors nicht.
Mit Einführung des E-Kennzeichens im Jahr 2015 erhalten Elektroautos, Plug-In-Hybride und Brennstoffzellen-Fahrzeuge in einigen Gemeinden Sonderrechte zur Nutzung von Busspuren oder kostenloses Parken. Weitere Informationen zu den Straßenverkehrsschildern, speziell auch für E-Autos, erhalten Sie in unserem Ratgeber "Deutschlands Schilderwald".
Mit unserer Elektroauto-Versicherung ist Ihr Stromer optimal geschützt:
Ein häufig genannter Punkt ist die geringe Reichweite gegenüber Benzinern und Dieselfahrzeugen.
Dabei fährt der Großteil der Deutschen laut einer Studie des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur nicht mehr als 22 Kilometer am Tag. Reichweiten von 100 bis 200 Kilometern sind das Minimum auf dem Elektroauto-Markt, sodass man auch als Berufspendler und im Stadtverkehr gut durch den Alltag kommt.
Lange Distanzen von bis zu 600 Kilometer schafft das Tesla Model S für etwa 110.000 Euro. Wer sich jedoch keinen hochpreisigen Tesla mit einem Listenpreis ab circa 40.000 Euro leisten kann oder möchte, findet auch einen günstigeren Stromer, wie z. B. den Dacia Spring Electric 45 Essential, zu rund 16.900 Euro. Er schafft circa 165 Kilometer.
Laut Bundesnetzagentur gibt es derzeit circa 120.600 öffentliche Ladepunkte in Deutschland (Stand: Dezember 2024). Gerade in ländlichen Regionen ist die Lade-Infrastruktur für Elektroautos und Plug-In-Hybride noch ausbaufähig. Laut „Masterplan Ladeinfrastruktur“ der Bundesregierung soll es bis 2030 eine Million öffentlich zugängliche Ladepunkte geben.
Ein weiteres Problem: Das Laden dauert! Zwar gibt es zwischenzeitlich mehr und mehr Schnellladepunkte allerdings sind diese nicht flächendeckend verfügbar. Mehr Wissenswertes rund um das Thema finden Sie in unserem Artikel "E-Auto laden: So geht´s richtig".
Die Bundesnetzagentur bietet eine interaktive Ladesäulenkarte, auf der alle verfügbaren Ladepunkte angezeigt werden. Erfasst wird der Typ, die Anzahl und der Betreiber der Stromsäule.
Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich ein E-Fahrzeug anzuschaffen, um damit auch längere Strecken zu fahren, fällt Ihnen die Entscheidung vermutlich nicht ganz leicht. Schließlich sind Tesla und Konsorten sehr teuer und die Ladesäulen sind nicht überall auffindbar.
Hybridfahrzeuge können hier eine gute Kompromisslösung darstellen. So fährt beispielsweise der Toyota Prius circa 50 Kilometer mit Strom, danach schaltet der Plug-In-Hybrid auf den Verbrennungsmotor um.
| Vorteile von E-Autos und Hybridfahrzeugen | Nachteile von E-Autos und Hybridfahrzeugen |
|---|---|
| Sie fahren emissionsfrei | Geringe Reichweiten |
| Sie fahren geräuscharm | Ausbaufähige Ladeinfrastruktur |
| Geringe Betriebs- und Wartungskosten | Lange Ladezeiten |
| Günstiger Unterhalt durch Steuerbefreiung (gilt nur für E-Autos) | Hohe Anschaffungskosten |