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Elektromobilität: Deutschland fährt weiter hinterher

Die Daimler-Tochter Accumotive legte kürzlich den Grundstein für eine der größten Batteriefabriken der deutschen Automobilindustrie. Kanzlerin Angela Merkel verkündete bei der Grundsteinlegung: "Wir werden weiter mit Nachdruck am Hochlauf der Elektromobilität arbeiten".

Derzeit zeichnet sich jedoch noch ein anderes Bild ab. Im internationalen Vergleich steht Deutschland nicht sonderlich gut da:

China boomt – Deutschland abgeschlagen

Den mit Abstand stärksten Markt in der Elektromobil-Industrie hat China. Dies liegt neben hohen Fördermöglichkeiten auch an den strengen Zielvorgaben der Regierung: Bis 2020 sollen fünf Millionen Elektrofahrzeuge über chinesische Straßen rollen.

Das Energieforschungsinstitut ZSW führt für China aktuell mehr als 640.000 Elektroautos, die USA sind mit knapp 570.000 Einheiten auf Platz zwei. Japan steht mit 147.000 Autos an dritter Stelle.

Den Spitzenplatz in Europa sichern sich die Norweger – 125.000 Elektroautos sind auf den Straßen der Skandinavier unterwegs. Ab 2025 will man überhaupt keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr zulassen.

Wie sieht es aber in Deutschland aus? Das Kraftfahrtbundesamt verzeichnete für Januar 2017 auch einen kräftigen Anstieg von 33,4 Prozent bei den zugelassenen Elektroautos. Allerdings sind die Gesamtstückzahlen nach wie vor vergleichsweise gering: 34022 reine Elektroautos gab es im Januar 2017 in Deutschland.

Was sind die Gründe für Deutschlands schleppenden Start in die Elektromobilität?

Zuletzt berichteten wir vor knapp einem Jahr über die sogenannte Kaufprämie für E-Autos. 1 Million Fahrzeuge mit Elektroantrieb bis 2020 – so das ehrgeizige Ziel der Initiative.

Gerade einmal 10.065 Anträge auf reine Elektroautomobile sind laut Zwischenbilanz des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) seither eingegangen. Zudem wurden von den 1,2 Milliarden Euro Fördergeldern erst 64 Millionen Euro beansprucht.

4.000 Euro scheinen angesichts der hohen Anschaffungskosten eines Elektrofahrzeugs ein zu geringer Anreiz zu sein – trotz 10-jähriger Befreiung von der Kfz-Steuer.

Zum Vergleich: wer in Norwegen ein Elektroauto kauft muss weder Mehrwert,- noch die sogenannte Anschaffungssteuer bezahlen. Der Anschaffungspreis eines Tesla fällt dadurch beispielsweise auf das Niveau eines konventionellen Fahrzeugs aus der oberen Mittelklasse.

Ein weiteres Problem ist die geringe Dichte des Versorgungsnetzes. Es hapert derzeit in Deutschland noch an Aufladepunkten für E-Autos.

Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gibt es 7.407 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Bis zum Jahr 2020 sieht der BDEW jedoch einen Bedarf von 70.000 öffentlichen Ladepunkten.

„Nach dem erfolgreichen Start Anfang März 2017 mit einem Fördervolumen von zehn Millionen Euro für Normalladepunkte sowie 2.500 Schnellladepunkten sollte der zweite Förder-Aufruf jetzt schnellstmöglich erfolgen und ein deutlich größeres finanzielles Volumen haben, um den Ausbau zu beschleunigen", so Stefan Kapferer, Hauptgeschäftsführer des BDEW.

Sie interessieren sich für die Anschaffung eines Elektroautos?

Als Service haben wir im Folgenden die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt.

Wie viele Ladestellen gibt es und wo kann ich tanken?

Im Internet finden sich verschiedene Portale, die in unterschiedlicher Aktualität und Detailtiefe über Ladestationen in Deutschland und Europa infomieren. Die Suchmaske des gemeinnützigen Vereins LEMnet Europe e.V. führt beispielsweise aktuell 25.000 Ladpunkte mit elektrischer Zapfsäule für Europa, davon 7.500 in Deutschland.

Wie lange dauert der Ladevorgang?

Während eine Ladung in der eigenen Garage bis zu 14 Stunden dauern kann, sind Sie an einer Schnellladesäule nach 10 bis 30 Minuten wieder fahrbereit.

Heimladung

Über Nacht aufladen und am nächsten Morgen fahrbereit sein. Dazu ist jedoch eine fachmännische Überprüfung der Steckdosen notwendig. Durch die Installation einer Wandladestation kann der Ladevorgang deutlich beschleunigt werden.

Schnelladestation

Aufladen in 30 Minuten? Diese Möglichkeit haben Sie an einer Schnelladestation. Allerdings können Sie Ihre Batterie hier nur bis zu 80 Prozent aufladen. Grund dafür ist Überspannungsgefahr. Außerdem sollten Sie wissen, dass sich häufiges Schnelladen auf die Lebensdauer Ihrer Batterie auswirkt.

Welche Förderung erhalte ich vom Staat?

Kaufprämie

Seit 2016 gewährt die Bundesregierung mit der Kaufprämie Rabatte in Höhe von 4.000 Euro für rein elektrische PKW. Käufer eines Plug-In-Hybrid-Modells erhalten einen Umweltbonus in Höhe von 3.000 Euro.

Steuerliche Anreize

Die Kraftfahrzeugsteuerbefreiung für Pkw mit erstmaliger Zulassung bis 31. Dezember 2015 wurde von fünf auf zehn Jahre verlängert.

Für Pkw mit erstmaliger Zulassung zwischen dem 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2020 gilt ebenfalls eine zehnjährige Steuerbefreiung.

Steuerbefreiung für das Aufladen von Elektro- oder Hybridfahrzeugen beim Arbeitgeber

Bis zum 31. Dezember 2020 erhalten Sie eine Einkommenssteuerbefreiung auf vom Arbeitgeber gewährte Vorteile für:

- das elektrische Aufladen

- die unentgeltlich oder verbilligt übereignete Ladevorrichtung

- Zuschüsse zur Nutzung dieser Ladevorrichtung

Bei der Elektromobilität fährt Deutschland weiter hinterher. AdmiralDirekt.de hat im Serviceteil Tipps für Interessenten von Elektroautos.
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