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Wie funktioniert das „Mitnehmen“ der Schadenfreiheitsklasse?

Bei einem Wechsel der Versicherung können Kunden ihre schadenfreien Jahre mitnehmen. Die Versicherer in Deutschland nutzen dafür das sogenannte VWB-Verfahren. VWB steht für VersichererWechselBescheinigung. Was nach einem Papierformular klingt, wird in aller Regel auf elektronischem Weg zwischen den Versicherern ausgetauscht. Erfahren Sie, wie das Verfahren genau funktioniert und was zu beachten ist, damit es zu keiner Verzögerung kommt:

Was ist der Schadensfreiheitsrabatt (SF-Klasse)?

Wer in der Kfz-Versicherung keine Schäden verursacht, erhält einen Nachlass: den sogenannten Schadenfreiheits-Rabatt. Er wird in der Kfz-Haftpflicht und der Vollkasko-Versicherung gewährt. Wer schadenfrei fährt, erhält also die umgangssprachlichen „Prozente“. Wir Versicherer nennen das die „Rabatt-Staffel“.

Die Schadenfreiheitsklasse („SF-Klasse“) hängt davon ab, wie viele Jahre man ohne Schaden gefahren ist. Beispiel: Wenn Sie zwei Jahre schadenfrei gefahren sind, erfolgt eine Einstufung in die SF-Klasse 2.

Was ist das VWB-Verfahren?

Beim Versicherungswechsel können Sie die SF-Klasse mitnehmen. Wenn Sie eine neue Versicherung abschließen, wird der Status Ihrer Schadenfreiheitsklasse auf elektronischem Weg beim Vorversicherer abgefragt. Die sogenannte VWB-Anfrage erfolgt über den Gesamtverband der deutschen Versicherer (GDV), der als Schnittstelle zwischen den beiden Versicherern vermittelt.

Geld sparen durch Dunkelverarbeitung

Bis die Anfrage vom GDV beantwortet wird, kann es mehrere Wochen dauern. Wir bei AdmiralDirekt.de verarbeiten Anfragen von Vorversicherern vollautomatisch. Dadurch sparen wir Zeit und Kosten. Unser System überprüft automatisch, ob die vom Kunden angegebenen Daten mit denen vom Vorsicherer übereinstimmen.

Was passiert nach der Anfrage beim GDV?

Der Standardfall sieht so aus, dass wir bald nach unserer Anfrage eine sogenannte positive Antwort bekommen. Wenn der Vorversicherer einen Vertrag zu den angegeben Daten (Versicherungsnehmer und Vertragsnummer) findet, erledigt unser System den Vorgang automatisch. Stimmt aber beispielsweise die tatsächliche SF-Klasse nicht mit der angegeben SF-Klasse überein, wird der Vertrag entsprechend geändert und der Kunde erhält einen Nachtrag zum Versicherungsschein.

Eine der häufigsten Fehlerquellen ist die Versicherungsnummer. Bei einigen Versicherungsunternehmen sind dies recht komplizierte, lange Nummern-Konstrukte. Beim Ablesen kann es dadurch schon einmal zu Tippfehlern kommen.

Wenn der Vorversicherer unter der angegebenen Versicherungsnummer keinen Vertrag finden konnte, erhalten wir eine sogenannte „Negativ-Antwort“. Wir kontaktieren unseren Kunden dann umgehend, und bitten um Überprüfung der Nummer. Häufig ist nur ein Zahlendreher schuld. In diesem Fall können unsere Kunden uns die korrekten Daten ganz einfach über unseren Online-Servicebereich mitteilen. Ein Kollege aus der Vertragsabteilung kann dann den „richtigen“ Teil der Nummer auswählen und eine neue Anfrage stellen.

Warum dauert das VWB-Verfahren manchmal so lange?

Im Einzelfall kann es sein, dass sich so eine VWB-Anfrage eine ganze Weile hinzieht. Für den Kunden kommt diese Info verständlicherweise überraschend, wenn er einige Wochen nach Versicherungsabschluss erfährt, dass die Übernahme der SF-Klasse nicht funktioniert hat.

Im Regelfall läuft bei der Mitnahme der Schadenfreiheitsklasse alles glatt - der Austausch der SF-Klasse über das VWB-Verfahren geschieht im Hintergrund, ohne dass der Kunde etwas unternehmen muss. Wenn doch etwas schief geht, ist das verständlicherweise ärgerlich - schließlich ist der Beitrag von der SF-Klasse abhängig.

Ein Grund für das lange Warten ist, dass es nach wie vor Versicherer gibt, deren Verarbeitung vollständig manuell abläuft. Das ist deutlich aufwändiger als unsere automatisierte Dunkelverarbeitung. Gibt es dann noch Rückfragen, sind ganz schnell einige Wochen vergangen.

Unser Tipp:

Um sich den Ärger zu ersparen, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Ist die Versicherungsnummer korrekt angegeben?
  • Sind Sie wirklich der Versicherungsnehmer oder vielleicht doch Ihr Ehepartner/in?
  • Haben Sie geheiratet und ihr Name hat sich zwischenzeitlich geändert?
  • War Ihr Vorversicherer wirklich derjenige, den Sie angegeben haben?
  • Gab es noch einmal einen Wechsel, der Ihnen vielleicht einfach entfallen ist?

Im Zweifel: Fragen Sie einfach bei Ihrem alten Versicherer nach, wenn Ihnen Angaben fehlen. Am besten bevor sie die uns die Angaben mitteilen. Sollte Ihnen im Nachgang doch noch eine falsche Angabe aufgefallen sein, teilen Sie uns die korrekten Angaben schnellstmöglich mit. Wir stellen dann einen neuen Antrag an den GDV und verkürzen damit die Wartedauer.

VWB_Datenaustausch zwischen den Versicherern
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