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Versicherungsschutz
11.10.2021

Typklassen: Wie sich das Pkw-Modell auf den Beitrag auswirkt

Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) befinden sich rund 32.000 verschiedene Pkw–Modelle auf Deutschlands Straßen. Die Unterschiede in puncto Schadenanfälligkeit sowie Anzahl und Dauer der Werkstattbesuche sind je nach Fahrzeugmodell und Verbreitung groß. Hier kommen die Typklassen ins Spiel.

Es gibt rund 30.000 verschiedene Fahrzeugtypen in Deutschland.

Was sind Typklassen bei der Kfz-Versicherung?

Die Typklasse erfasst, welche Schaden- und Unfallbilanz ein Pkw-Modell hat. Neben Kosten für Reparaturen sind unter anderem auch häufig auftretende Schadenereignisse darin festgehalten. Betrachtet werden dazu immer die vergangenen drei Jahre.

Wenn für einen Fahrzeugtypen weniger Schäden gegenüber den Vorjahren gemeldet wurden, wird das Fahrzeugmodell im Folgejahr in eine niedrigere Typklasse eingestuft. Genauso erhalten Modelle eine höhere Typklasse, wenn die Anzahl an gemeldeten Schäden und Unfällen gestiegen ist.

Grundsätzlich gilt: Je höher die Typklasse, desto höher das geschätzte Schadenrisiko.

Wer legt die Typklassen fest?

Die Typklassen werden vom Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) festgelegt und jedes Jahr auf Basis der gemeldeten Daten aller Autoversicherungen neu berechnet. Die Klassen sind eine Empfehlung an alle Kfz-Versicherungen und im Typklassenverzeichnis abgebildet. Auch wenn die Typklassen nicht bindend sind, weichen die Versicherungsunternehmen von der Empfehlung des GDV nur selten ab.

Wie werden Typklassen ermittelt?

Die Typklassen unterscheiden sich abhängig davon, ob Sie eine Haftpflicht- oder Kaskoversicherung haben. Es werden unterschiedliche Kriterien zur Ermittlung der Klassen herangezogen:

Typklassen für die Kfz-Haftpflichtversicherung

Die Ermittlung der Typklassen für die Kfz-Haftpflichtversicherung richtet sich danach, wie viele Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen gezahlt wurden. In der Haftpflichtversicherung gibt es 16 Typklassen. Diese befinden sich im Intervall der Klassen 10 bis 25.

Typklassen für die Vollkaskoversicherung

Zur Berechnung der Typklassen in der Vollkaskoversicherung werden Schäden am eigenen Auto nach selbstverschuldeten Unfällen betrachtet. Vollkaskoversicherte Autos werden in 25 Typklassen von 10 bis 34 zugeordnet.

Typklassen für die Teilkaskoversicherung

Die Typklasseneinstufung für Teilkaskoversicherte wird auf Basis von Teilkasko-Schäden, wie Glasschäden und Autodiebstählen bestimmt. In der Teilkasko erhält Ihr Pkw eine Klasse zwischen 10 und 33.

Hohe Typklassen führen zu hohen Beiträgen

Angenommen Sie interessieren sich für einen VW Golf, dann sollten Sie wissen, dass sämtliche Modelle dieser Autofamilie in den höchsten Typenklassen eingestuft werden, die es gibt. Ein Grund dafür ist, dass der Golf besonders häufig in Unfälle verwickelt ist. Das liegt unter anderem daran, dass sich besonders junge Fahrer für dieses Modell interessieren. Die fehlende Fahrpraxis führt zu häufigeren Unfällen.

Auch Fahrzeugmodelle wie SUVs und Automodelle im Luxussegment haben oftmals eine hohe Typklasse. Das liegt an den hohen Ersatzkosten bei Diebstahl und Reparaturkosten für Eigenschäden in der Vollkaskoversicherung. Modelle mit hohen Einstufungen sind zum Beispiel der Audi Q8 50 TDI Quattro und das Tesla Model X.

Im Umkehrschluss bedeutet das: Mit einer niedrigen Typklasse zahlen Sie oftmals deutlich weniger in Ihrer Autoversicherung. Je weniger Schäden für ein Automodell gemeldet wurden, desto niedriger ist die Typklasse und damit der Versicherungsbeitrag.

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Typklasse - Entscheidungsfaktor für den Autokauf

Bevor Sie sich einen Pkw zulegen, ist es also ratsam sich umfassend über das Traumauto zu informieren. Machen Sie den Vergleich mit der Typklassen-Abfrage.

Was ändert sich 2022 in den Typklassen?

  • Für 30,3 Millionen Autobesitzer bleibt es in der Kfz-Haftpflichtversicherung bei der bisherigen Typklasse.
  • 4,3 Millionen Autofahrer können sich über eine bessere Typklasse freuen.
  • Über sieben Millionen Autos werden in eine höhere Klasse gestuft und zahlen damit auch einen höheren Versicherungsbeitrag.

Typklassen 2022: Niedrigere Einstufungen

Im Vergleich zum Vorjahr sind folgende Modelle in der Kfz-Haftpflicht um zwei Typklassen niedriger eingestuft:

  • Kia E-Niro
  • Nissan Juke 1.0
  • Peugeot 508 SW 2.2 HDI
  • Skoda Superb 2.0 TDI
  • VW E-Golf VII

Typklassen 2022: Höhere Einstufungen

Höher eingestuft im Vergleich zum Vorjahr sind zum Beispiel:

  • BMW 530D Touring
  • Hyundai Kona 1.6 T
  • Mercedes-Benz E 220 D Coupe
  • Range Rover Velar 30D AWD
  • Renault Zoe
  • VW Arteon 2.0 TSI

Tipp: Ein Vergleich lohnt sich

AdmiralDirekt betrachtet neben der Typklasse mehrere Faktoren bei der Berechnung des Beitrags für Ihre Autoversicherung. Regionalklassen und die Schadenfreiheitsklasse des Autofahrers sind ebenfalls wichtige Tarifmerkmale, die sich auf Ihren individuellen Beitrag auswirken.

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