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Versicherungsschutz
11.07.2022

Grüne Karte - sorgenfrei in den Urlaub

Wer mit dem Auto ins Ausland verreisen möchte, hat vermutlich schon von der Grünen Karte, oder auch IVK (Internationale Versicherungskarte für Kraftverkehr), gehört. In diesem Artikel erfahren Sie, warum Sie den Versicherungsnachweis im Ausland am besten immer dabeihaben sollten und in welchen Ländern er unbedingt zur Einreise benötigt wird.

Junges Paar studiert seine Urlaubsroute. Die grüne Karte sollte immer dabei sein.

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

  • Die IVK dient als Versicherungsnachweis im Ausland und ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Abwicklung von Unfällen.
  • In den Ländern, in denen das Kennzeichenabkommen nicht gilt, müssen Autofahrer ihren Versicherungsschutz bei der Einreise vorzeigen.
  • In Italien und Spanien wird die IVK zwar nicht für die Einreise verlangt, dafür aber bei Unfällen.
  • Beantragen können Sie die Grüne Karte bei Ihrer Kfz-Versicherung.

Was ist die Grüne Karte?

Wer im Ausland in einen Unfall verwickelt wird, kann mit seiner Grünen Karte alle wichtigen Daten über Fahrzeug, Halter und die abgeschlossene Versicherung vorweisen.

Bereits seit 1965 dient die Versicherungskarte Autofahrern im Ausland als Nachweis, über die in vielen Ländern gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung. Ihren Namen hat sie daher, weil sie lange Zeit auf grünem Papier gedruckt wurde und damit ihre Gültigkeit erhielt. Dies hat sich seit dem 1. Januar 2021 allerdings geändert: Seither kann die Versicherungskarte auch auf weißem Papier gedruckt werden. Die Bezeichnung „Grüne Karte“ bleibt aber zunächst bestehen.

Wozu benötige ich eine Grüne Karte?

Die Internationale Versicherungskarte ermöglicht es, Unfälle im Ausland schnell und unkompliziert abzuwickeln. Das grüne Papier enthält alle notwendigen Informationen, die im Schadenfall benötigt werden. Dazu zählen Angaben über das Fahrzeug, den Halter und über den Versicherungsumfang. Die Karte kann Ihnen dabei helfen, etwaige Sprachbarrieren zu umgehen. Als Betroffener können Sie sich die Informationen des Unfallverursachers einfach notieren oder seinen Versicherungsnachweis abfotografieren.

In der europäischen Union, Liechtenstein, Norwegen, Kroatien und der Schweiz befinden sich Abwicklungsstellen, sogenannte Grüne-Karte-Büros. Dort wird die Klärung mit der ausländischen Versicherung angestoßen. Die Anschriften befinden sich auf der Rückseite der Karte.

Weil nicht in allen Ländern das Kennzeichenabkommen gilt, müssen Autofahrer den Versicherungsschutz bei der Einreise vorzeigen.

Ist eine Internationale Versicherungskarte Pflicht?

Ja und nein. Ob Sie zur Einreise mit dem Auto die Versicherungskarte benötigen, ist von Ihrem jeweiligen Reiseziel abhängig. Die meisten EU-Länder haben das 1974 aufgesetzte Kennzeichenabkommen unterschrieben, sodass Ihr Kfz-Kennzeichen als Versicherungsnachweis genügt und Ihre Einreise ermöglicht.

Wo brauche ich eine Grüne Karte?

Nicht in allen Ländern gilt das Kennzeichenabkommen, sodass Autofahrer einen Versicherungsschutz bei der Einreise vorzeigen müssen. Zu diesen Ländern zählen:

  • Albanien
  • Aserbaidschan
  • Bosnien-Herzegowina
  • Iran
  • Marokko
  • Nordmazedonien
  • Moldawien
  • Montenegro
  • Russland
  • Tunesien
  • Türkei
  • Ukraine und
  • Weißrussland

Besonderheiten gelten für das Vereinigte Königreich und den Kosovo.

Grüne Karte im Vereinigten Königreich

Seit dem Brexit können britische Behörden den Nachweis über Ihren Versicherungsschutz verlangen. Die Übergangsfrist der Gültigkeitsdauer des Kennzeichenabkommens galt bis zum 31.12.2020. Seit dem 01.01.2021 gibt es demnach eine Grüne-Karten-Pflicht für das Vereinigte Königreich.

Grüne Karte im Kosovo

Der Kosovo hingegen erkennt das grüne Papier nicht an, sodass Sie an der Grenze eine kosovarische Kfz-Versicherung abschließen müssen.

Länder mit Einreise ohne Grüne Versicherungskarte

Zu den Ländern, in die Sie unbesorgt reisen können, gehören Andorra, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern.

Übrigens: Mit dem Schutzbrief von AdmiralDirekt sind Sie in ganz Europa und in den Anrainerstaaten des Mittelmeeres bei Panne, Unfall oder Krankheit abgesichert.

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Werfen Sie vor Ihrer Reise auch einen Blick auf unseren Artikel Bußgeld im Ausland.

Und falls Sie vor Ort einen Mietwagen nutzen wollen, informieren Sie sich am besten vorab über eine Mallorca-Police bei Ihrer Kfz-Versicherung.

Ist die Grüne Karte in Italien notwendig?

Auch wenn die Grüne Karte für die Einreise nach Italien nicht notwendig ist, wird sie in der Regel bei Unfällen verlangt. So ist es auch in Spanien. Um sich Stress und Ärger zu sparen, sollten Sie die Versicherungskarte bei Ihrer Kfz-Versicherung rechtzeitig beantragen und bei Ihrem Auslandsaufenthalt mitführen.

Tipp: Die Bestimmungen ändern sich von Zeit zu Zeit. Deshalb empfehlen wir rechtzeitig vor Ihrem Urlaub zu überprüfen, ob das Reiseland eine internationale Versicherungskarte oder eine Grenzversicherung für die Einreise verlangt. Um ganz auf Nummer Sicher zu gehen, fragen Sie am bei Ihrer Autoversicherung nach.

Wie erhalte ich die Grüne Karte?

Die Grüne Versicherungskarte können Sie bei Ihrer Kfz-Versicherung für gewöhnlich kostenlos beantragen.

Bei AdmiralDirekt können Sie Ihre Versicherungskarte ganz einfach online im Kundenportal unter Mein AdmiralDirekt anfordern. Diesen erhalten Sie dann per Post. Achten Sie dabei auf die rechtzeitige Beantragung, da die Zustellung einige Tage in Anspruch nehmen kann.

Wie lange ist die Grüne Versicherungskarte gültig?

Die Gültigkeit der Grünen Karte steht auf ihrer Rückseite und ist von Versicherer zu Versicherer verschieden. Bei AdmiralDirekt beläuft sie sich auf 2 Jahre.

Was steht auf der Grünen Karte?

Die Versicherungskarte beinhaltet wichtige Informationen, die Sie im Falle eines Unfalles benötigen. Im DIN A4 Format sind folgende Angaben aufgeführt:

  • Kennzeichen und Fahrzeughersteller
  • Name und Anschrift des Versicherten
  • Die Versicherungsnummer des Versicherten
  • Name des Versicherers
  • Laufzeit der Grünen Karte
  • Ansprechpartner im Ausland

Diese Angaben helfen bei der Abwicklung von Unfällen im Ausland.

Muster einer einer grünen Karte.

Was ist das Deutsche Büro Grüne Karte?

Das Deutsche Büro Grüne Karte (DBGK) ist für die Abwicklung von Autohaftpflichtfällen zuständig. Deutsche Kfz-Haftpflichtversicherer sind Mitglieder des Vereins, die bei einem Unfall im Ausland oder mit einem ausländischen Kraftfahrzeug die Schadenabwicklung an den jeweiligen Versicherer übermitteln.

An das DBGK sollten Sie sich bei einem Unfall mit einem ausländischen Kfz-Fahrzeug wenden. Sollte es zu einem Unfall im Ausland oder im Inland mit einem auswärtigen Kraftfahrzeug kommen, hilft das DBGK bei der Schadensabwicklung. Den Unfall können Sie ganz einfach auf der Website des Grüne-Karte-Büros melden.

Wichtig: Informieren Sie auch umgehend Ihre Autoversicherung über das Unfallgeschehen.

Was tun, wenn der Unfallverursacher keine Grüne Karte hat?

Besitzt der Unfallverursacher oder -gegner keinen Versicherungsnachweis, sollten Sie folgende Informationen über ihn notieren:

  • Kennzeichen des Unfallfahrzeugs
  • Namen und Anschriften der beteiligten Personen
  • Unfallort und Unfalldatum
  • Wenn möglich, Name des ausländischen Haftpflichtversicherers und Versicherungsscheinnummer des Unfallverursachers
  • Marke und Typ des gegnerischen Fahrzeugs

Mit diesen Informationen können Sie sich dann an ein Grüne-Karte-Büro wenden.

Kfz-Versicherung nicht ermittelbar

Lassen die ausländische Haftpflichtversicherung und die Versicherungsscheinnummer nicht bestimmen, notieren Sie sich unbedingt die oben genannten Informationen über den Unfallverursacher. Mit diesen kann das Grüne Karte Büro die relevanten Daten zur Schadensabwicklung ermitteln. Dieser Prozess kann allerdings einige Wochen in Anspruch nehmen.

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In unserem Ratgeber Autoversicherung im Ausland erfahren Sie praktische Tipps, wie Sie sich nach einem Unfall im Ausland richtig verhalten.

Und falls Sie lieber Urlaub im eigenen Land machen möchten, schauen Sie doch einmal in unseren Artikel "Die schönsten Auto-Reiserouten Deutschlands".

Grüne Karte: Welche Dokumente brauche ich zusätzlich?

Damit Ihr Urlaub oder Auslandsaufenthalt so angenehm wie möglich wird und Sie nicht stundenlang mit Dienststellen telefonieren müssen, sollten Sie neben dem grünen Papier folgende Dokumente dabei haben:

  • Ihren Führerschein (ggf. einen Internationalen Führerschein)
  • Ihren Personalausweis oder Reisepass
  • Die Versicherungskarte Ihrer Krankenkasse
  • Ggf. eine Auslandsreisekrankenversicherung
  • Den Fahrzeugschein und Fahrzeugpapiere

Fragen und Antworten zur Grünen Karte

Warum ist die Grüne Karte jetzt weiß?

Auch wenn die IVK noch unter dem Namen Grüne Karte geläufig ist, wird sie seit 2021 auf weißem Papier gedruckt. Dies hat den Vorteil, dass Kfz-Versicherungen die Karten ihren Kunden als PDF zur Verfügung stellen und diese sie einfach selber ausdrucken können.

Wo sollte ich die Grüne Karte aufbewahren?

Im Falle eines Unfalls sollte Ihr Versicherungsnachweis griffbereit sein, weshalb sie idealerweise im Handschuhfach aufbewahrt wird.

Grüne Karte verloren - was jetzt?

Sollten Sie Ihre Versicherungskarte verloren haben, können Sie diese erneut bei Ihrer Versicherung beantragen.

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