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Versicherungsschutz
09.09.2019

Schadenfreiheits­klasse – Rabatte für unfallfreies Fahren!

Was ist eine Schadenfreiheitsklasse?

Unter der Schadenfreiheitsklasse, kurz SF-Klasse, versteht man die Anzahl der unfallfreien Jahre eines jeden Autofahrers. Kfz-Versicherer berechnen unter anderem anhand der schadenfreien Jahre die Wahrscheinlichkeit von Unfall- und Schadenrisiken. Um die schadenfreien Jahre gegenüber der Versicherung nachzuweisen, gibt es die sogenannten SF-Klassen. Die Schadenfreiheitsklasse ist für Versicherte besonders interessant, da sie sich auf die Beitragshöhe ihrer Kfz-Versicherung auswirkt. Deshalb liest man häufig auch den Begriff Schadenfreiheitsrabatt (SFR).

Die SF-Klasse ist immer nur für ein Fahrzeug nutzbar!

Wenn Sie also jemandem Ihr Fahrzeug überlassen und dieser einen Schaden verursacht, geht dies zu Lasten Ihrer SF-Klasse, weil diese auf Ihr Fahrzeug angerechnet wird. Im Falle eines Schadens werden Sie zurückgestuft und müssen ab dem folgenden Versicherungsjahr einen höheren Beitrag zahlen.

Was ist der Schadenfreiheitsrabatt?

Wer in der Kfz-Versicherung keine Schäden verursacht, erhält einen Nachlass: den sogenannten Schadenfreiheitsrabatt. Er wird in der Kfz-Haftpflicht und der Vollkaskoversicherung gewährt. Wer schadenfrei fährt, erhält also die umgangssprachlichen Prozente. Früher gab es einfach einen Grundbeitrag der Versicherung von dem aus ein Rabatt oder ein Zuschlag errechnet wurde. Heute hat die Versicherungsbranche eine ziemlich komplexe Tarifierung entwickelt. Neben den SF-Klassen spielen bei der Berechnung des Versicherungsbeitrags viele weitere Merkmale eine Rolle.

Der Vorteil dabei ist, dass auch unerfahrene Fahrer von günstigen Beiträgen profitieren, denn das Merkmal der Schadenfreiheitsklasse wird nicht mehr so stark bewertet, wie noch vor einigen Jahren. Es lohnt daher immer ein Vergleich.

Wichtig:Achten Sie auf Ihre SF-Klasse und nicht auf die dahinterstehenden Prozente. Diese werden von jedem Versicherer individuell festgelegt und sagen daher nichts über den zu erwartenden Beitrag aus.

Wo finde ich meine SF-Klasse?

Die Schadenfreiheitsklasse wird Ihnen Jahr für Jahr mit der Beitragsinformation von Ihrer Autoversicherung mitgeteilt. So bedeutet beispielsweise eine SF 4, dass Sie vier Jahre lang schadenfrei unterwegs sind. Achten Sie darauf, dass Sie keine Sondereinstufung haben. Diese werden in der Regel nicht vom nachfolgenden Versicherer anerkannt und es kann schnell ein böses Erwachen geben, was den Beitrag betrifft.

Welche Schadenfreiheitsklassen gibt es?

Die Unterteilung der Schadenfreiheitsklassen erfolgt von SF 0 bis mindestens SF 35. Dabei ist die SF 0 die Anfängerklasse und die SF 35 die höchste und günstigste Stufe, die man in der Regel erreichen kann. Bei AdmiralDirekt können Sie hingegen bis zu 45 schadenfreie Jahre erreichen.

  • SF 0 für Fahranfänger: Aufgrund der fehlenden Erfahrung, starten Fahranfänger in der Schadenfreiheitsklasse 0. Der Beitragssatz ist zu Vertragsbeginn in der ersten eigenen Autoversicherung damit relativ hoch.
  • SF ½: Bei AdmiralDirekt erhalten Sie die SF ½ bereits, wenn Sie weniger als ein Kalenderjahr bzw. Versicherungsjahr fahren, sofern Sie die 12-Monats-Police vereinbart haben.
  • Schadenklasse S oder M: Wenn Sie gleich zu Beginn Ihrer Autoversicherung, in der SF-Klasse 1 einen Unfall haben, werden Sie in die Klasse S gestuft. Damit steigen Ihre Beiträge deutlich an. Haben Sie einen weiteren Unfall kommen Sie sogar in die Malusklasse (von latein malus für schlecht) und müssen im nächsten Kalenderjahr mit dem Höchstsatz rechnen. Auch aus einer höheren SF-Klasse können in die Malusklasse zurückfallen:

Wenn Sie zum Beispiel in der Vollkasko die SF-Klasse 6 erreicht haben und uns vier oder mehr Schäden innerhalb eines Jahres melden, werden Sie ebenfalls in die M-Klasse gestuft.

Tabelle zur Einstufung Ihres Pkw in Schadenfreiheitsklassen

Jede Autoversicherung bietet zur Einordnung der Schadenfreiheitsklasse eine Tabelle an, in der Sie auf einen Blick erkennen können, wie sich Ihre SF-Klasse im Laufe der Zeit entwickelt, wenn Sie schadenfrei fahren und was im Falle eines oder mehrerer Schäden passiert.

Schadenfreiheitsklasse bei Versicherungswechsel

Bei einem Versicherungswechsel können Sie Ihre schadenfreien Jahre mitnehmen. Die neue Versicherung stellt dazu auf Basis Ihrer Angaben eine Anfrage bei Ihrem Vorversicherer, der die SF-Klasse auf elektronischem Wege übermittelt. Wichtig: Stimmt die angegebene SF-Klasse nicht mit der tatsächlichen überein, kommt es zu einer Abweichung Ihres Beitrages. (mehr zum VWB-Verfahren)

Änderung der Schadenfreiheitsklasse: wann werde ich gestuft?

Jedes Jahr prüfen die Versicherungsunternehmen die Verträge Ihrer Kunden. Dies erfolgt im Regelfall zum Jahresbeginn. Bei Abschluss eines Vertrags mit unterjährigem Laufzeitbeginn passiert das zum jeweiligen Stichtag der Vertragsverlängerung. Es wird betrachtet, ob sich die Schadenfreiheitsklasse verändert hat, denn sowohl eine Verbesserung als auch eine Verschlechterung der SF-Klasse kann sich auf den Kfz-Versicherungsbeitrag auswirken. Folgende Fälle führen zu einer Stufung in Ihrer Autoversicherung:

Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse nach Unfall

Schäden in der Kfz-Haftpflicht wie auch in der Vollkaskoversicherung, die Sie verursacht haben, führen zu einer Rückstufung Ihrer SF-Klasse. Durch die Rückstufung erhöht sich Ihr Kfz-Versicherungsbeitrag.

In welche Klasse Sie nach einem Unfall gestuft werden, können Sie in der Tabelle zum Schadenfreiheitsrabatt-System Ihrer Autoversicherung nachlesen. Rufen Sie dazu einfach die Versicherungsbedingungen (AKB) auf.

SF-Klasse erhöht ohne Unfall

Warum steigt die Schadenfreiheitsklasse trotzdem?

Viele Versicherte sind irritiert, wenn Sie auf Ihrer Beitragsrechnung eine höhere SF-Klasse entdecken. Denn das gewohnte Rabattsystem, das viele Versicherungen in Form von Prozenten anbieten, verhält sich genau anders herum. Fahren Sie unfallfrei, sieht der Regelfall wie folgt aus:

Die Prozente sinken, während die SF-Klasse steigt. Beides wirkt sich vorteilhaft auf Ihren Beitrag aus. Sie haben also nichts zu befürchten, wenn Sie zum Beispiel von der SF 15 in die SF 16 gestuft werden. Im Gegenteil. Das bedeutet, sie haben 16 schadenfreie Jahre.

Einige Autoversicherungen nutzen noch immer ein Rabattsystem mit Prozenten. Da aber jede Versicherung unterschiedliche Prozente vergibt, kommt es leicht zu Irritationen. Das einheitlichste System bieten die SF-Klassen. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden auf die Ausweisung der Prozente zu verzichten. Sie sehen auf Ihrer Beitragsinformation deshalb nur die SF-Klasse, die von allen Versicherungsunternehmen auszuweisen ist.

Mit unserem Beispiel möchten wir noch einmal das Prinzip der SF-Klassen erläutern:

Das Prinzip der SF-Klassen

Stellen Sie sich vor, Ihre SF-Klasse ist ein Kissen, das sie in ihr Auto legen. Am Anfang ist das Kissen leer (ohne Federn). Mit jedem schadenfreien Jahr kommen weiche Federn hinzu. Wenn Sie einen Unfall haben, wird das Kissen geknautscht und es lässt sprichwörtlich Federn. Danach fangen Sie erneut an, neue Federn zu sammeln.

Wenn Sie Ihr Auto wechseln, nehmen Sie das Kissen aus dem alten Auto und legen es in das neue. Das Kissen bleibt auch im Auto, wenn jemand anderes damit fährt.

Wollen Sie ein zusätzliches Fahrzeug versichern, müssen Sie sich auch eine neue leere Kissenhülle ins Auto legen. Diese wird dann unabhängig von dem Kissen des Erstwagens wieder über die Jahre mit Federn gefüllt.

Wenn Sie den Versicherer wechseln, können Sie den Füllgrad des Kissens melden. Der neue Versicherer übernimmt dann die beim vorherigen Versicherer gesammelten Federn.

Kann ich die Rückstufung nach einem Schadenfall vermeiden?

Die meisten Versicherer bieten einen Rabattschutz an, der mit einem Zusatzbeitrag berechnet wird. Der Vorteil des Rabattschutzes ist, dass Sie im Schadenfall die gleiche SF-Klasse behalten. Ab welchem SF-Rabatt die Versicherungen den Rabattschutz anbieten, ist ebenfalls unterschiedlich. Junge Fahrer erhalten diese Absicherung oftmals noch nicht oder nur mit einem erheblich höheren Zusatzbeitrag.

Wichtig: Der Rabattschutz ist eine Sondereinstufung. Wenn Sie zu einem anderen Versicherungsunternehmen wechseln, wird nur die tatsächliche SF-Klasse weitergegeben. Also die Klasse, in die Sie laut Rückstufungstabelle gestuft worden wären, wenn Sie sich nicht für den Rabattschutz entschieden hätten.

Bei AdmiralDirekt gelten die folgenden Voraussetzungen für die Nutzung des Rabattschutzes:

  • Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung ist mindestens in Schadenfreiheitsklasse 6 eingestuft.
  • Eingetragener Hauptfahrer sind Sie oder Ihr in häuslicher Gemeinschaft lebende Ehe- oder Lebenspartner.
  • Alle im Vertrag genannten Fahrer haben in den letzten zwei Jahren keinen vom Versicherer regulierte Schaden verursacht.

Wenn Sie den Rabattschutz auch für Ihre Vollkaskoversicherung abschließen möchten, müssen sowohl Ihre Vollkaskoversicherung, als auch Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung mindestens in Schadenfreiheitsklasse 6 eingestuft sein und Sie dürfen in den letzten beiden Jahren keinen Schaden gehabt haben.

Wann verfällt die Schadenfreiheitsklasse?

In Zeiten, in denen Sie kein Auto versichert haben und damit Ihren Versicherungsvertrag unterbrechen, passiert mit Ihrer SF-Klasse zunächst einmal nichts. Bei einer Vertragsunterbrechung von maximal einem Jahr führen die meisten Versicherer Ihren Vertrag in der Regel einfach fort: Wenn Sie im November Ihren Pkw mit SF 10 abmelden und im Oktober des Folgejahres wieder versichern wollen, erhalten Sie die SF-Klasse 11.

Anders verhält es sich, wenn Sie mehrere Jahre ohne Auto auskommen. Zwar gibt es keine gesetzlichen Verfallsfristen, die meisten Versicherer garantieren Ihnen jedoch innerhalb von sieben Jahren die zuletzt erworbene SF-Klasse zu reaktivieren. Wenn Sie Ihren Vertrag noch länger unterbrechen, müssen Sie wieder bei 0 anfangen.

Bei AdmiralDirekt erhalten Sie auch noch innerhalb von 12 Jahren Ihre letzte Schadenfreiheitsklasse.

Übertragung der Schadenfreiheitsklasse

Eine häufig gestellte Frage ist die nach der Übernahme von Schadenfreiheitsklassen bzw. der Rabattübertragung. Im Allgemeinen gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Übertragung der Schadenfreiheitsklasse auf eine andere Person


    Die Übertragung der SF-Klasse auf eine andere Person wird von einigen Versicherungsunternehmen ermöglicht. Wir denken, dass jeder Autofahrer eigene Fahrerfahrungen machen sollte. Die Anrechnung der Schadenfreiheit von Dritten (etwa von Vater zu Sohn) führen wir deshalb nicht durch.

  • Übernahme von ausländischen Versicherungsverträgen


    Haben Sie eine Zeit lang außerhalb von Deutschland gelebt, übernehmen wir nach Ihrer Rückkehr die schadenfreien Jahre, die sie im Ausland gesammelt haben, wenn Sie von Ihrer Vorversicherung einen entsprechenden Nachweis vorzeigen.
  • SF-Klasse nach Todesfall übernehmen


    Die Überschreibung der SF-Klasse eines Verstorbenen ist in der Versicherungsbranche geläufig. Auch wir übertragen die schadenfreien Jahre, wenn es sich bei der verstorbenen Person um Ihren Ehe-/Lebenspartner/in handelte, sofern die Person mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebte.Übertragung der Fahrzeugklasse auf ein anderes Gefährt

  • Die Übertragung einer fremden Fahrzeugklasse auf ein anderes Gefährt


    kommt beispielsweise in Frage, wenn Sie die SF-Klasse von einem Motorrad auf Ihren Pkw übertragen lassen wollen. Für gewöhnlich haben Sie jedoch ein unterschiedliches Nutzungsverhalten der Fahrzeugtypen: So steht das Motorrad oftmals über Monate in der Garage und wird nur im Sommer gefahren. Aus diesem Grund übernehmen wir keine SF-Klassen von anderen Fahrzeugklassen.

Welche SF-Klasse habe ich in der Vollkasko?

Wenn Sie erstmalig eine Vollkaskoversicherung abschließen, wird der Schadenverlauf Ihrer Haftpflichtversicherung zugrunde gelegt, es sei denn, Sie besitzen noch eine SF-Klasse aus einer alten Vollkaskoversicherung. Diese muss jedoch innerhalb der letzten zwölf Monate bestanden haben. Ist dies der Fall, übernehmen wir den Schadenverlauf der Vorversicherung.

Eigene SF-Klassen in Kfz-Haftpflicht und Vollkasko

Die Vollkaskoversicherung enthält alle Leistungen, die auch in der Teilkaskoversicherung enthalten sind. Insbesondere deckt sie auch selbstverschuldete Unfälle. Aus diesem Grund haben Sie in der Vollkasko auch eine eigene SF-Klasse.

Die Schadenfreiheitsklassen für die Kfz-Haftpflicht und die Vollkasko sind jeweils eigene Klassen und damit auch separat in der Stufung zu betrachten. Vollkaskoschäden wirken sich also nicht auf die Haftpflichtklasse aus.

Warum gibt es keine SF-Klasse in der Teilkasko?

In der Teilkaskoversicherung werden Schäden versichert, auf die Sie als Fahrer keinen Einfluss haben. Zum Beispiel Marderbisse oder Hagelschäden. Aus diesem Grund gibt es in der Teilkasko auch keine Schadenfrei¬heits¬klassen. Dafür ersparen Sie sich die Rückstufung im Schadenfall.

Symbol Tipp: Glühbirne

Spar-Tipp:

Es kann sein, dass eine Vollkaskoversicherung günstiger ist als eine Teilkaskoversicherung, wenn Sie in der Vollkasko eine hohe SF-Klasse erreicht haben. Ein Vergleich lohnt sich deshalb immer.

Welche Schadenfreiheitsklasse für Zweitwagen?

Wenn Sie ein weiteres Fahrzeug versichern möchten, erhalten Sie von einigen Versicherungsunternehmen eine Sonder¬einstufung in die SF-Klasse 1/2.

AdmiralDirekt bietet unabhängig davon, wo Ihr Erstwagen versichert ist, eine günstige Zweitwagenversicherung. Dabei berücksichtigen wir die SF-Klasse Ihres Erstwagens.

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