Die wichtigsten Informationen auf einen Blick
Aktueller Stand zum Verbrenner-Aus:
Die ursprünglich für 2035 geplante vollständige Abkehr von Diesel und Benzin bei Neuwagen wird aktuell neu verhandelt. Die EU-Kommission plant nach aktuellen Berichten, das bisherige Ziel einer vollständigen CO2-Neutralität für Pkw-Neuzulassungen ab 2035 abzuschwächen. Statt eines faktischen Verbots sollen künftig 90 % weniger CO2-Emissionen für neue Fahrzeuge gelten, was den Verkauf von Verbrennungsmotoren auch nach 2035 weiterhin ermöglichen würde.
Die Pläne sind noch nicht endgültig beschlossen und müssen sowohl von der EU-Kommission als auch vom Europaparlament und den Mitgliedstaaten bestätigt werden. Parallel zeigen Umfragen, dass eine Mehrheit der Deutschen eine Lockerung der ursprünglichen Regelung unterstützt. (Stand: Dezember 2025).
Bereits im Jahr 2015 ist Deutschland der sogenannten Zero-Emission Vehicle Alliance (ZEV-Allianz) beigetreten. Ziel dieses internationalen Bündnisses ist es, den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu beschleunigen: Alle Mitglieder haben sich verpflichtet, bis 2050 CO2-neutral zu werden. Im Zuge dessen ist unter anderem das Diesel- und Benzinverbot entstanden.
Das Verbrenner-Verbot ist eine EU-Maßnahme, die die Zulassung von Neuwagen mit Verbrennungsmotor in allen EU-Staaten ab 2035 untersagt. Zeitgleich möchte man umweltfreundliche Alternativen wie Elektro- und Wasserstofffahrzeuge fördern, damit die Emissionswerte sinken können. Der Fortbestand des Verbrenner-Verbots wird aktuell auf EU-Ebene erneut geprüft. Ob die Maßnahme in ihrer bisherigen Form Bestand haben wird, ist derzeit noch offen.
So wird es in absehbarer Zeit auch weiterhin viele Benzin- und Dieselfahrzeuge geben, und damit auch ein flächendeckendes Angebot an fossilen Kraftstoffen. Allerdings werden die Spritpreise durch die geplante sukzessive Erhöhung der CO2-Steuer weiter steigen. Mit der Zeit wird das Angebot an fossilen Kraftstoffen wahrscheinlich zurückgehen. Damit Verbrenner dann trotzdem noch fahren können, wird an Alternativen gearbeitet.
eFuels sind synthetisch hergestellte Kraftstoffe, die eine wichtige Rolle bei der Erreichung der EU-Flottenziele spielen. Diese Ziele sind ein 2021 von der EU beschlossener Stufenplan zur Senkung der Emissionswerte. Da eFuels aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden, können sie in Verbrennungsmotoren eingesetzt werden, ohne zusätzliche CO2-Emissionen zu erzeugen. Aufgrund ihrer aufwendigen Herstellung, werden sie bislang hauptsächlich in anderen Verkehrsbereichen wie der Schiff- und Luftfahrt eingesetzt.
Ursprünglich hatte die EU ein komplettes Verbot von neuen Verbrennungsmotoren vorgesehen. Deutschland lehnt dies jedoch ab, weshalb der Gesetzesentwurf um einen Vorschlag für die Einführung von eFuels-Pkw ergänzt wurde: Die Einführung einer eigenen Fahrzeugkategorie für sogenannte „eFuels-only“-Fahrzeuge wurde diskutiert, ist bislang aber nicht verbindlich geregelt. Fahrzeuge dieser Kategorie sollen nur mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden. Trotz ihres Verbrennungsmotors können diese Pkw auch nach 2035 zugelassen werden.
Momentan ist noch unklar, wie der weitere Fahrplan für eFuels-Only aussieht. Fest steht, dass die Erzeugung des CO2-neutralen Sprits in den nächsten Jahren gefördert werden soll. Zudem wird daran gearbeitet, einen klimafreundlichen Mix aus synthetischen und fossilen Kraftstoffen zu entwickeln, der für alle Motoren geeignet ist.
Der Stufenplan der EU sieht vor, dass die Autohersteller die Reduzierung der Abgaswerte wie folgt umsetzen müssen:
Die Flottengrenzwerte halten den Durchschnitt der Abgaswerte pro Jahr in Bezug auf alle neu zugelassenen Autos fest. Das heißt, nicht jedes einzelne Auto muss die Flottengrenzwerte einhalten.
Ja. Auch wenn die Produktion von Diesel- und Benzinfahrzeugen für den europäischen Markt größtenteils eingestellt werden soll, produzieren die Hersteller noch Ersatzteile. Produzenten sind dazu in der EU mindestens bis zu sieben Jahre nach Einstellung eines Modells verpflichtet. In Deutschland werden dem Kunden sogar zehn Jahre vom Autobauer garantiert.
Unabhängig von der aktuellen Diskussion um das Verbrenner-Verbot rücken Elektroautos in der Automobilbranche zunehmend in den Fokus der Entwicklung. Derzeit muss Deutschland seine Akkus für Stromer größtenteils importieren. In Zukunft soll sich das ändern. Der Schwerpunkt der Automobilproduktion soll auf die Fertigung und Entwicklung von Batterien umgeschwenkt werden. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie soll der Fokus dabei auf die nachhaltige Herstellung gerichtet werden. Wert wird auf Folgendes gelegt:
Sie möchten sich einen Stromer anschaffen? In unserem Artikel Vor- und Nachteile von E-Autos erfahren Sie alles Wissenswerte.